Ein riesiger Kran hievte das Flugzeug auf einen Lastkahn. Der Airbus soll nun näher untersucht werden.

wza_400x268_433323.jpg
Bergungskräfte beobachten, wie ein Kran das Flugzeug auf einen Lastkahn hievt.

Bergungskräfte beobachten, wie ein Kran das Flugzeug auf einen Lastkahn hievt.

Reuters

Bergungskräfte beobachten, wie ein Kran das Flugzeug auf einen Lastkahn hievt.

New York. Nach der Notwasserung eines Airbus A320 auf dem Hudson River in New York ist das Flugzeug am späten Samstagabend (Ortszeit) aus dem Wasser geborgen worden. Wie der Fernsehsender CNN berichtete, befanden sich Flugschreiber und Stimmenrekorder noch an Bord. Die Geräte sind enorm wichtig für die Aufklärung der Unglücksursache. 

Bislang wird vermutet, dass am vergangenen Donnerstag nach einem Vogelschlag die Triebwerke der US-Airways-Maschine ausgefallen waren. Der Pilot Chesley Sullenberger entschied sich für eine Notwasserung auf dem Hudson. Alle 155 Insassen überlebten das Unglück.  Der als «Held vom Hudson» gefeierte Pilot Chesley Sullenberger berichtete, wie das Unglück durch einen Schwarm Vögel ausgelöst wurde, die in die Triebwerke gerieten.

Taucher hatten den ganzen Samstag im eiskalten Wasser verbracht, um das Heben der Unglücksmaschine vorzubereiten und Stahlseile an dem Jet zu befestigen. Ein riesiger Kran hievte das Flugzeug dann auf einen Lastkahn.
Die Bergung wurde durch die starke Strömung und das eiskalte Wasser des Hudson erschwert. Wie der Fernsehsender NY1 berichtete, holten die Ermittler anschließend den Flugschreiber und den Stimmenrekorder aus dem Cockpit.

Von den Geräten, welche die Flugdaten sowie alle Geräusche und Gespräche im Cockpit aufzeichnen, erhoffen sich die Ermittler wichtige Erkenntnisse über die Unglücksursache. Nach Angaben der Behörden haben die Suchtrupps möglicherweise auch das linke Triebwerk des Airbus im Fluss geortet.

Der Pilot Sullenberger berichtete den Ermittlern, wie er kurz nach dem Start in einen Vogelschwarm hineinflog. Sekunden vor dem Aufprall habe sein Co-Pilot auf der rechten Seite des Flugzeugs einen Schwarm gesehen und noch eine Bemerkung über die perfekte Flugformation der Vögel gemacht, sagte Kitty Higgins von der US-Flugsicherheitsbehörde NTSB vor Journalisten.

Kurz darauf sei die Frontscheibe des Cockpits «buchstäblich voller großer, dunkelbrauner Vögel» gewesen. Die Piloten hätten einen Aufprall gespürt, dann seien die Triebwerke ausgefallen und sie hätten den Geruch «brennender Vögel» bemerkt.

Sullenberger habe sich entschieden, nicht zum Flughafen zurückzukehren. Die Maschine sei «zu tief, zu langsam» gewesen und hätte zudem ein dicht besiedeltes Gebiet überqueren müssen, sagte Higgins. Der Fluss sei seiner Ansicht nach der einzige sichere Ort für die Notlandung gewesen.


Das Flugzeug war am Donnerstag kurz nach dem Start vom New Yorker Flughafen LaGuardia auf dem Weg nach Charlotte im Bundesstaat North Carolina verunglückt. Bei den Vögeln handelte es sich möglicherweise um Gänse. Alle 155 Insassen des Airbus A320 überlebten das Unglück. Pilot Sullenberger wurde für seinen heldenhaften Einsatz gefeiert.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer