Einer ist angekommen, und zwar in der Opposition. Frank-Walter Steinmeier war angriffslustig und pointiert, lärmend und polemisch. Das gehört zum Repertoire eines Oppositionspolitikers.

Sein rollengerechter Auftritt tat der SPD, einer geschundenen Seele, gut. Mit dem Respekt verschafft er sich zugleich die Freiräume, um an anderer Stelle auf die Regierung zuzugehen, etwa in der Afghanistan-Politik.

Die Stärke des einen ist die Schwäche der anderen. Die Kanzlerin hat die Chance vertan, ihm im Bundestag den Schneid abzukaufen. Angela Merkel hat lustlos ihren Koalitionsvertrag rekapituliert, obwohl Union und FDP etwas anderes bräuchten: ein Projekt, eine Agenda 2020.

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