Stellvertretender Bundestagspräsident nur knapp bestätigt.

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Erlebte, trotz Wiederwahl zum Bundestagsvizepräsidenten, eine peinliche Schlappe: Wolfgang Thierse (SPD).

Erlebte, trotz Wiederwahl zum Bundestagsvizepräsidenten, eine peinliche Schlappe: Wolfgang Thierse (SPD).

dpa

Erlebte, trotz Wiederwahl zum Bundestagsvizepräsidenten, eine peinliche Schlappe: Wolfgang Thierse (SPD).

Berlin. SPD-Politiker Wolfgang Thierse musste am Dienstag im Bundestag eine peinliche Schlappe hinnehmen. Bei seiner Wiederwahl zum Stellvertreter von Bundestagspräsident Norbert Lammert erhielt er mit 371 Ja-Stimmen das schlechteste Ergebnis aller fünf Stellvertreter-Kandidaten.

170 Parlamentarier stimmten gegen ihn, 65 enthielten sich der Stimme. Der Berliner Abgeordnete war von 1998 bis 2005 Bundestagspräsident und ist seit Oktober 2005 Vizepräsident. Obgleich es eine geheime Wahl gewesen ist, liegt es nahe, dass viele Unions-Abgeordnete Thierse nicht gewählt haben. Das Verhältnis ist seit Jahren gespannt.

Die SPD-Parlamentarier reagierten entsprechend gereizt. Laut Süddeutscher Zeitung sagte der SPD-Abgeordnete Sascha Raabe, es sei "eine Sauerei", dass mit Hilfe der Union ein verdienter Politiker wie Wolfgang Thierse sogar weniger Stimmen erhalten habe als Petra Pau von der Linken. "Die Union macht jetzt einen auf dicke Hose. Aber wenn das so weiter geht, bedeutet das vier Jahre Krieg."

Ärgerlich für die Sozialdemokraten: Der Unions-Kandidat, Bundestagspräsident Norbert Lammert, erhielt mit 522 Stimmen zwar weniger als im Jahr 2005, aber offensichtlich wurde er auch von vielen Sozialdemokraten gewählt.

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