Buenos Aires. Da sich die Schweinegrippe in Argentinien besonders rasch ausbreitet, haben die Behörden die Schließung der Schulen in fast allen Landesteilen angeordnet. In einigen Provinzen konnten sich die Schüler schon am Dienstag über Zwangsferien freuen, in anderen Regionen wie der Hauptstadt Buenos Aires wurde der Beginn der Winterferien um zwei Wochen auf kommenden Montag vorverlegt. Der Unterricht ruht damit insgesamt vier Wochen. Die Lehrer wurden angewiesen, den Schülern umfangreiche Hausaufgaben aufzugeben.

In Argentinien sind bisher nach offiziellen Angaben 1587 Fälle von Schweinegrippe registriert worden. Insgesamt 30 Menschen starben an den Folgen der Krankheit. Nur in Mexiko und den USA gab es mehr Opfer. Die tatsächliche Zahl der in den meisten Fällen relativ milde verlaufenden Erkrankungen dürfte jedoch wesentlich höher liegen. So betonte der Arzt Jorge Yabkowski bei einer Anhörung im Parlament, dass die Zahl der Toten vermutlich 33 betrage und mindestens 15 000 Menschen infiziert seien.

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