Überschwemmung
Die Fluten in Südspanien schwemmten Autos weg. Foto: Daniel Perez

Die Fluten in Südspanien schwemmten Autos weg. Foto: Daniel Perez

dpa

Die Fluten in Südspanien schwemmten Autos weg. Foto: Daniel Perez

Málaga/Murcia (dpa) - Mindestens zehn Menschen sind im Süden Spaniens bei schweren Überschwemmungen nach sintflutartigen Regenfällen ums Leben gekommen. Zwei weitere Menschen gelten nach wie vor als vermisst.

In den Regionen Andalusien und Murcia wurden jeweils fünf Menschen Opfer der Fluten. Hunderte Bewohner mussten in Sicherheit gebracht werden. Ministerpräsident Mariano Rajoy kündigte am Samstag in der baskischen Stadt Vitoria an, seine Regierung werde angesichts der Schäden Hilfe bei der EU beantragen.

Mehrere Orte wurden überschwemmt und von der Außenwelt abgeschnitten. Die Helfer mussten Schlauchboote einsetzen, um Menschen zu retten. Hunderte Soldaten wurden dazu abkommandiert. In Murcia und Almería stürzten zwei Autobahnbrücken ein. In der Ortschaft Gandía in der Region Valencia wurden 35 Menschen verletzt, als ein Wirbelsturm über eine Kirmes hinweg zog. Am internationalen Flughafen von Valencia mussten in der Nacht von Freitag auf Samstag sieben Flüge gestrichen werden. Auf den Start- und Landebahnen waren nach Schätzungen bis zu 180 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen. Die Ankunftshalle des Airports wurde teilweise geflutet.

Am Samstag wurde spanischen Medien zufolge in der Provinz Murcia in einem Auto die Leiche einer zuvor vermisst gemeldeten Frau gefunden. Die Leiche eines älteren Mannes wurde in der Nähe eines Stausees geborgen. Ein weiteres Todesopfer in Murcia ist ein neun Jahre altes Mädchen, dessen Leiche in einem Auto gefunden wurde. Die Polizei geht davon aus, dass der bei dem Stausee gefundene Tote der Großvater des Mädchens ist. Auch in der Provinz Almería starb ein Ehepaar in einem Auto, das von den Fluten mitgerissen worden war. In derselben Provinz starb ein älterer Mann an einem Herzinfarkt, als er mit einem Hubschrauber vom Dach seiner Wohnung evakuiert wurde.

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