Unter den Beschuldigten sind Mitarbeiter der Stadt.

Duisburg. Dreieinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg mit 21 Toten stehen die Ermittlungen offenbar kurz vor dem Abschluss. Medienberichten zufolge zeichnet sich ab, dass die Staatsanwaltschaft zehn Beschuldigte anklagt. Es handele sich dabei um Mitarbeiter der Stadt Duisburg und Verantwortliche der Firma Lopavent, die die Techno-Veranstaltung 2010 organisiert hatte, berichtet der „Spiegel“. Der damalige Polizei-Einsatzleiter werde dagegen nicht angeklagt. Nach Informationen des Magazins war gegen 16 Beschuldigte ermittelt worden. Ein Sprecher der Behörde wollte sich am Sonntag nicht zu dem Medienbericht äußern.

Im Zuge der Ermittlungen wurden mehr als 3500 Zeugen vernommen

Bereits Ende November hatte das Magazin „Focus“ unter Berufung auf Justizkreise berichtet, dass die Anklage gegen zehn Beschuldigte im Entwurf fertig sei.

Im Zuge der Ermittlungen wurden mehr als 3500 Zeugen vernommen, mehr als 900 Stunden Videomaterial gesichtet, hunderte Terabyte Daten ausgewertet. Laut Staatsanwaltschaft haben allein die Hauptakten zum Loveparade-Verfahren 35 000 Blatt. dpa

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