Andromeda-Galaxie
Das ESA-Handout zeigt eine Andromeda-Galaxie. Zwei europäische Weltraumteleskope haben den bislang genauesten Blick auf Geburt und Tod von Sternen in unserer Nachbargalaxie geworfen. Foto: ESA/Herschel/PACS/SPIRE/J. Fritz, U. Gent

Das ESA-Handout zeigt eine Andromeda-Galaxie. Zwei europäische Weltraumteleskope haben den bislang genauesten Blick auf Geburt und Tod von Sternen in unserer Nachbargalaxie geworfen. Foto: ESA/Herschel/PACS/SPIRE/J. Fritz, U. Gent

dpa

Das ESA-Handout zeigt eine Andromeda-Galaxie. Zwei europäische Weltraumteleskope haben den bislang genauesten Blick auf Geburt und Tod von Sternen in unserer Nachbargalaxie geworfen. Foto: ESA/Herschel/PACS/SPIRE/J. Fritz, U. Gent

Paris (dpa) - Zwei europäische Weltraumteleskope haben den bislang genauesten Blick auf Geburt und Tod von Sternen in unserer Nachbargalaxie geworfen.

Die Kombinationsaufnahme der Satelliten «Herschel» und «XMM-Newton» zeige die Andromeda-Galaxie in einem neuen Licht, teilte die Europäische Weltraumorganisation ESA am Mittwoch in Paris mit. Auf dem Falschfarbenfoto sind riesige Ringe der Sternentstehung in Gelbrot zu sehen und die Röntgenstrahlung sterbender Sterne in Blau.

Die 2,5 Millionen Lichtjahre entfernte Andromeda-Galaxie ist der nächste große Nachbar unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße. «Herschel» habe die bislang detaillierteste Infrarotaufnahme unserer Nachbarin im Kosmos gewonnen, berichtete die ESA. Im Infrarot leuchten vor allem Staub und Gas, aus denen sich neue Sterne zusammenballen. Die «Herschel»-Aufnahme belege, dass es nicht nur einen einzigen großen Ring der Sternentstehung in der Andromeda- Galaxie gebe, sondern mindestens fünf.

Das Röntgenteleskop «XMM-Newton» lichtete hunderte Röntgenquellen in der Nachbargalaxie ab. Dabei handele es sich etwa um die Schockwellen explodierter Sonnen sowie um Sternleichen, die kontinuierlich Gas von einem Nachbarstern absaugen. Dieses Gas erhitzt sich so stark, während es auf den ausgebrannten Stern fällt, dass es hell im Röntgenlicht leuchtet. Saugt der Sternenrest zu viel fremdes Gas an, kann er explodieren.

Weder die Infrarot- noch die Röntgenstrahlung lasse sich vom Erdboden beobachten, da beide von der Erdatmosphäre verschluckt würden, betonte die ESA. Die Beobachtungen der Weltraumteleskope sollen daher das Bild vom Lebenslauf der Sterne vervollständigen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer