Tiefsee-Roboter
Mit dem mittelgroßen Arbeitsroboter soll künftig in Meerestiefen bis zu 3.000 Metern wissenschaftliche Forschung betrieben werden können.

Mit dem mittelgroßen Arbeitsroboter soll künftig in Meerestiefen bis zu 3.000 Metern wissenschaftliche Forschung betrieben werden können.

dpa

Mit dem mittelgroßen Arbeitsroboter soll künftig in Meerestiefen bis zu 3.000 Metern wissenschaftliche Forschung betrieben werden können.

Kiel (dpa) - Mit einem neuen Tiefsee-Roboter wollen Kieler Forscher den Ozeanen noch genauer auf den Grund gehen. Am Freitag präsentierte das Kieler Leibniz-Institut für Meereswissenschaften das sogenannte ROV Phoca.

Das ferngesteuerte Roboterfahrzeug ist 1,5 Tonnen schwer und kann in Tiefen von bis zu 3000 Metern eingesetzt werden. «Es ist, als ob uns neue Arme und Augen für die Tiefsee gewachsen sind», erklärte Olaf Pfannkuche, wissenschaftlicher Leiter des Technik- und Logistikzentrums am Institut. Das Unterwasserfahrzeug soll ein Observatorium am Meeresboden aufbauen und warten. Erste Tests in der Ostsee sind bereits im Frühjahr geplant.

Das Observatorium, an dem das ROV Phoca in Zukunft arbeiten soll, besteht aus mehreren Messgeräten, die unter anderem Strömungen, Salzgehalt und Wassertemperatur am Meeresboden registrieren. Es sei theoretisch überall einsetzbar, erklärt Jan Steffen vom IfM-Geomar. ROVs - das steht für remotely operated vehicles - können dann einzelne Geräte bewegen und warten. Wissenschaftler steuern sie von Versorgungsschiffen aus. ROV Phoca soll auch von mittelgroßen Schiffen des Instituts aus eingesetzt werden können.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer