Triangel-Guppy auf der Internationalen Guppy-Schau in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert
Triangel-Guppy auf der Internationalen Guppy-Schau in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert

Triangel-Guppy auf der Internationalen Guppy-Schau in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert

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Triangel-Guppy auf der Internationalen Guppy-Schau in Dresden. Foto: Sebastian Kahnert

Tübingen (dpa) - Forscher in Tübingen haben die Farbmuster der bunten Guppy-Männchen durchleuchtet. Mindesten zwei verschiedene Pigmentzellen sorgen demnach jeweils gemeinsam für die bunten Farbflecken der Fische.

Die schrillen Farbmuster entstünden vermutlich durch Abläufe zwischen diesen Zellen, schreiben sie in ihrer im Journal «PLOS ONE» veröffentlichten Studie. Sie ist ein gemeinsames Projekt des Tübinger Max-Planck-Instituts für Entwicklungsbiologie und des «Bioscience and Biotechnology Centers» der Universität Nagoya in Japan.

Gerade das Farbmuster der Guppys (Poecilia reticulata) war bislang ein großes Rätsel: Während die Weibchen durch ein schlichtes Netzmuster getarnt sind, kommen die Männchen in einer schillernden und auffälligen Farbenpracht daher. Aus gutem Grund: Frühere Studien ergaben, dass Guppy-Weibchen sich am liebsten mit bunten Männchen paaren, die mit großen, orangefarbenen Farbflecken auf dem Körper und den Flossen geschmückt sind. Schwimmen jedoch Raubfische mit im Wasser, so sind die Männchen weniger farbenfroh, da sie dann von den Räubern leichter gesehen werden können.

Mit einem speziellen Elektronenmikroskop identifizierten die Forscher nun bei den Guppys drei verschiedene Pigmentzelltypen, von denen jeweils mindestens zwei zu einem Farbflecken beitragen.

Guppys sind lebend gebärende Süßwasserfische, die aus dem Nordosten Südamerikas stammen. «Mittlerweile kommen sie jedoch weltweit vor», erläutert Verena Kottler. Laut Guppy-Föderation gibt es sogar in Deutschland stellenweise Gewässer, in denen Guppys als eigentlich tropische Fische durch ganzjährig erwärmtes Wasser überleben.

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