«Dragon»-Kapsel
Grafische Darstellung der «Dragon»-Kapsel des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Foto: SpaceX

Grafische Darstellung der «Dragon»-Kapsel des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Foto: SpaceX

dpa

Grafische Darstellung der «Dragon»-Kapsel des privaten US-Raumfahrtunternehmens SpaceX. Foto: SpaceX

Los Angeles/Washington (dpa) - Er ist die große Hoffnung für ein baldiges Comeback der bemannten Raumfahrt in den USA, doch die Entwicklung des privat gebauten Raumtransporters «Dragon» scheint zu stocken. Die Firma SpaceX hat ihren heiß ersehnten Testflug zur Raumstation ISS erneut verschoben.

Nach Mitteilung von SpaceX müssten an ihrer «Dragon»-Kapsel noch technische Verbesserungen vorgenommen werden. Eigentlich war der Start für den 7. Februar angepeilt worden, nachdem er bereits einmal verlegt worden war.

«Wir glauben, dass zusätzliche Arbeiten in einigen Bereichen für die Sicherheit und den Erfolg der Mission von Nutzen sind», teilte SpaceX-Sprecherin Kirstin Brost Grantham am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa in einer E-Mail mit. Einen neuen Startzeitpunkt nannte sie zunächst nicht. Nach Informationen der auf Raumfahrt spezialisierten Tageszeitung «Florida Today» bietet sich nur ein Start im weiteren Verlauf des Februars oder erst wieder im April an.

Das kalifornische Unternehmen SpaceX (Space Exploration Technologies) hatte seine «Dragon»-Kapsel ursprünglich sogar bereits im November vergangenen Jahres mit einer ebenfalls selbst gebauten Rakete von Cape Canaveral (Florida) in den Weltraum schießen wollen. Doch auch diesen Termin musste die junge kalifornische Firma verstreichen lassen. «Dragon» wäre das erste kommerziell entwickelte Raumschiff, das an der ISS andocken würde.

Mit der US-Raumfahrtbehörde Nasa hat SpaceX einen Milliarden- Vertrag über zwölf Flüge abgeschlossen, mit denen Ladung zur ISS transportiert werden soll. Seit der Stilllegung der Space Shuttle im vergangenen Sommer verfügt die Nasa über keine eigenen Vehikel mehr, um Mensch und Material ins Weltall zu befördern. Sie ist daher für unbestimmte Zeit auf teure Mitfluggelegenheiten in den russischen «Sojus»-Kapseln angewiesen. Private US-Unternehmen wie SpaceX sollen diese Lücke in den kommenden Jahren füllen.

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