Blick auf die partielle Sonnenfinsternis.
Blick auf die partielle Sonnenfinsternis.

Blick auf die partielle Sonnenfinsternis.

Ein ultra-orthodoxer Jude schützt in Jerusalem seine Augen vor dem Licht der Sonne.

Auch im nordindischen Srinagar war die partielle Sonnenfinsternis zu bewundern.

Eine Frau beobachtet von einem Aussichtspunkt in den Schweizer Alpen aus das Spektakel am Himmel.

In vielen Teilen der Welt verfolgten Schaulustige das Naturschauspiel.

Hinter schneebedeckten Ästen steht die Sonne am Himmel bei Bernbeuren in Oberbayern.

Die teilweise vom Mond verdeckte Sonne scheint über dem Großen Feldberg nördlich von Frankfurt am Main zwischen zwei mit Schnee und Reif bedeckten Laternen hindurch.

Die partielle Sonnenfinsternis, aufgenommen auf der Zugspitze bei Garmisch-Partenkirchen.

dpa, Bild 1 von 8

Blick auf die partielle Sonnenfinsternis.

Hamburg/Nebel (dpa) - Sonnensichel über Deutschland: Der Mond hat am Dienstagmorgen einen großen Teil der aufgehenden Sonne verdeckt. Diese partielle Sonnenfinsternis konnten allerdings nur wenige Glückliche bestaunen, vor allem im Süden und Westen Deutschlands.

Eine dicke Wolkendecke verhinderte in den meisten Teilen des Landes den Blick auf das Himmelsspektakel. «Es dauerte lediglich etwas länger, bis es ganz hell wurde», berichtete der Sprecher der Vereinigung der Sternfreunde, Jost Jahn, in Nebel auf der Nordseeinsel Amrum.

Mehr Glück hatten Beobachter in Bochum: Pünktlich zum Höhepunkt der Finsternis gegen 9.30 Uhr riss dort die Wolkendecke auf. «Die Sonne ist richtig schön zu sehen», sagte der Leiter der Bochumer Sternwarte, Thilo Elsner, während des Spektakels. Laut Deutschem Wetterdienst bot aufgelockerte Bewölkung in der ganzen Südwesthälfte Nordrhein-Westfalens Beobachtungschancen. Auch im Süden Deutschlands gab es Wolkenlücken.

In Hessen waren rund zwei Dutzend Menschen auf den Großen Feldberg gekommen, um zu beobachten, wie sich der dunkle Neumond vor die Sonnenscheibe schiebt. In knapp 900 Metern Höhe war die Sicht auf das Himmelsschauspiel frei, in weiten Teilen Hessen trübte dagegen dichter Morgendunst den Blick. Trotz eines teils bedeckten Himmels konnten auch Schaulustige in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden die Finsternis beobachten. Auf der berühmten Elbbrücke «Blaues Wunder» blieben etliche Passanten stehen, um das seltene Naturschauspiel zu erleben.

Die partielle Sonnenfinsternis war bei klarem Himmel in ganz Europa sowie in Teilen Asiens und Afrikas zu sehen. In Deutschland begann das kosmische Schattenspiel schon vor Sonnenaufgang. Zum Höhepunkt gegen 9.30 Uhr waren bis zu drei Viertel der Sonnenscheibe vom Mond verdeckt.

Zu einer Sonnenfinsternis kommt es, wenn sich der Mond genau zwischen Erde und Sonne schiebt. Verdeckt der Mond die Sonne nicht komplett, sprechen Astronomen von einer partiellen Sonnenfinsternis. Da die Mondbahn gegen die Erdbahn etwas geneigt ist, gibt es nicht bei jedem Neumond eine Sonnenfinsternis. Meist zieht der Erdtrabant ober- oder unterhalb der Sonne vorbei.

Drei Mal wird es in diesem Jahr noch eine partielle Sonnenfinsternis geben: am 1. Juni, 1. Juli und 25. November. Doch keines dieser Ereignisse ist in Mitteleuropa zu sehen. Die nächste partielle Sonnenfinsternis in Deutschland gibt es erst wieder am 20. März 2015.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer