In diesem Winter kein seltener Anblick: Ein Fußgänger geht über eine stark vereiste Straße.
In diesem Winter kein seltener Anblick: Ein Fußgänger geht über eine stark vereiste Straße.

In diesem Winter kein seltener Anblick: Ein Fußgänger geht über eine stark vereiste Straße.

dpa

In diesem Winter kein seltener Anblick: Ein Fußgänger geht über eine stark vereiste Straße.

Hamburg (dpa). Deutschland fällt hin: Immer mehr Menschen verletzen sich bei Unfällen auf vereisten, schlecht geräumten Straßen und Gehwegen. Zahlreiche Krankenhäuser melden eine Häufung von Knochenbrüchen, einige haben auch schon aufgehört zu zählen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa am Montag ergab. Genaue Zahlen sind bundesweit allerdings unklar.

In Mecklenburg-Vorpommern starb in der klirrenden Kälte ein Mann. Bahnmitarbeiter fanden die Leiche am späten Sonntagabend in der Nähe von Laage. Ersten Ermittlungen zufolge war der Mann auf einem Trampelpfad an Bahngleisen ausgerutscht und nicht wieder auf die Beine gekommen.

«Im Vergleich zu sonst behandeln wir seit einigen Wochen viele gestürzte Patienten», sagte am Montag Heike Gabriel vom Klinikum Magdeburg. 80 Prozent der Menschen, die derzeit in der Notaufnahme behandelt werden, bezeichnete sie als «Winteropfer». Unfallchirurgie und Orthopädie seien fast vollständig ausgelastet.

In den Ambulanzen des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) in Kiel und Lübeck werden zurzeit 50 bis 75 Prozent mehr Patienten mit Knochenbrüchen behandelt als sonst, sagte Sprecher Oliver Grieve.

Nach fünf Wochen Schnee und Glätte kommen auch die großen Berliner Krankenhäuser beim Zählen der Stürze kaum noch nach. In der Berliner Charité werden viele Patienten mit Rippen- oder Knöchelbrüchen eingeliefert. Anfangs wurden hier die Glatteis-Unfälle noch gezählt, inzwischen haben die Ärzte das aufgegeben. 

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