Cholera in Haiti
Ein Mann wartet mit seiner kleinen Tochter, die an Cholera erkrankt ist, auf die Behandlung. Foto: Orlando Barria

Ein Mann wartet mit seiner kleinen Tochter, die an Cholera erkrankt ist, auf die Behandlung. Foto: Orlando Barria

Eine Frau besucht ihren Cholera-kranken Angehörigen in einer Krankenstation. Foto. Orlando Barria

Die Rate der Cholera-Erkrankungen ist nach Wirbelsturm "Sandy" nach oben geschnellt. Foto: Orlando Barria

Eine Frau verkauft Lebensmittel vor einem Müllhafen. Der Wirbelsturm "Sandy" hat das bitterarme Land schwer getroffen. Foto: Orlando Barria

Überall Schutt und Müll: Haiti wird in seiner Entwicklung immer wieder von Naturkatastrophen zurückgeworfen. Foto: Orlando Barria

Immer noch leben Menschen in Flüchtlingslagern, nachdem sie durch das Erdbeben 2010 obdachlos geworden sind. Orlando Barria

dpa, Bild 1 von 6

Ein Mann wartet mit seiner kleinen Tochter, die an Cholera erkrankt ist, auf die Behandlung. Foto: Orlando Barria

Port-au-Prince/Mexiko-Stadt (dpa) - Zwei Wochen nach dem Hurrikan «Sandy» ist Haiti erneut von einem Unwetter heimgesucht worden, mindestens 16 Menschen starben. Besonders betroffen von den starken Regenfällen war die Stadt Cap Haitien im Norden des Landes.

Unter den Toten waren auch fünf Kinder, berichtete der Sender Radio Metropole. Weitere Opfer wurden den Angaben zufolge noch vermisst.

Überschwemmungen und reißende Flüsse hätten schwere Schäden verursacht. Nach Auskunft des Chefs der nationalen Wetterwarte, Ronald Semelfort, hatte eine Kaltfront in den vergangenen beiden Tagen den Regen in den Norden Haitis gebracht.

Die Unwetter erreichten das ärmste Land Amerikas nur kurze Zeit nach dem Vorbeizug des Hurrikans «Sandy». Bei dem Wirbelsturm waren etwa 60 Menschen ums Leben gekommen.

Der Regen vernichtete einen großen Teil der Ernte. Hilfsorganisationen befürchten deshalb, dass es in Haiti zu einer schwierigen Versorgungslage und zu Hunger kommen könnte. Die haitianische Regierung rief den Notstand aus und bat die internationale Gemeinschaft um Hilfe.

Haiti war im Januar 2010 von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Damals hatten die Erdstöße die Hauptstadtregion und weite Teile des Südens zerstört und mehr als 220 000 Menschen den Tod gebracht. Trotz umfassender internationaler Hilfe leidet das Land noch immer unter den Folgen der Katastrophe.

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