Tauwetter
Auf einer Engelsstatue auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden taut der Schnee.

Auf einer Engelsstatue auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden taut der Schnee.

dpa

Auf einer Engelsstatue auf dem Trinitatisfriedhof in Dresden taut der Schnee.

Offenbach (dpa) - Statt Winterjacke sind Regenmantel und Gummistiefel in den nächsten Tagen angesagt: Wasser droht von oben und von unten. Steigende Temperaturen und Wind lassen Schnee und Eis schmelzen, statt Schnee fällt nur noch Regen vom Himmel.

Wo das Thermometer um die null Grad zeigt, kann es mit dem vielen Nass auf den Straßen auch gefährlich glatt werden.

Verantwortlich dafür ist Tief «Benjamin», das derzeit über dem Ostatlantik liegt und seine Fühler schon nach Deutschland ausstreckt. An den Niederschlägen kann man sehen, wie weit es vorgedrungen ist: Zunächst fällt noch Schnee, dann gefrierender Regen, am Ende regnet es oft den ganzen Tag bei zweistelligen Temperaturen.

«Im Westen könnte man an Frühling denken», sagte Meteorologin Dorothea Paetzold von der Wettervorhersagezentrale des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Offenbach am Mittwoch. «Aber erstmal muss die Glatteis-Situation bewältigt werden, die regional unterschiedlich intensiv ausfallen kann.»

Am Donnerstag ist es vor allem im Osten gefährlich. Der Regen gefriert am Boden und kann zu Glatteis führen. Tauwetter gibt es bis in die Hochlagen der Mittelgebirge. Wahrscheinlich bleibt es nur in Richtung Alpen noch trocken, aber auch dort trübt es sich ein.

Die Tagestemperatur steigt auf Werte um null Grad im Osten Bayerns und auf vier bis acht Grad im Westen Deutschlands. Dazu weht ein mäßig auflebender böiger Wind aus Süd bis Südwest mit stürmischen Böen in höheren Berglagen. Die Tiefsttemperaturen in der Nacht liegen zwischen minus drei Grad am Alpenrand und bis plus vier Grad im Westen.

Am Freitag liegt dann fast ganz Deutschland unter einer Wolkendecke. Zeitweise fällt Regen, der das Tauwetter andauern lässt. Regenpausen gibt es allenfalls im Osten und südlich der Donau. Die Temperatur steigt auf fünf bis zehn, im Norden und im südöstlichen Bayern auf zwei bis fünf Grad. Der Wind weht meist mäßig aus Südwest. Im höheren Bergland sind Sturmböen möglich.

In der Nacht zum Samstag regen es weiter, nur ganz im Norden mischen sich ein paar Schneeflocken darunter. Mit Tiefstwerten zwischen sechs und einem Grad bleibt es frostfrei. Lediglich im Norden und in Richtung Alpen ist leichter Frost möglich.

Der Samstag herrscht trübes Tauwetter auch in den höheren Lagen. Am Rhein kann es laut Prognose vom Mittwoch bis zu 11 Grad warm werden.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer