Moskau/Eriwan. Dem mutmaßlich größten Absender von lästigen Spam-Emails droht in Russland eine langjährige Haftstrafe wegen illegalen Unternehmertums. Der Russe soll über die Partnerfirma glavmed.com gefälschte Medikamente - darunter auch Imitate des Potenzmittels Viagra - im Wert von rund 120 Millionen Dollar (rund 87 Mio Euro) verkauft haben.

Der Mann habe dadurch in den vergangenen dreieinhalb Jahren zwei Millionen Dollar verdient, berichtete die Moskauer Zeitung "Kommersant" am Mittwoch unter Berufung auf Ermittler. Die Kunden kamen vor allem aus den USA und Kanada.

Unterdessen nahm in Armenien die Polizei in der Hauptstadt Eriwan nach eigenen Angaben den mutmaßlichen Chef einer internationalen Hackerbande fest. Die Gruppe um den 27-jährigen Armenier soll weltweit 30 Millionen Computer geknackt und im Monat 3,6 Milliarden Spam-Emails verschickt haben.

Allein in den Niederlanden hätten die Hacker 143 Server eines Internetanbieters angegriffen, hieß es. Dabei gelangten sie auch an Bankdaten.

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