Wetter: Der eisige Sturm legt um Washington die Flughäfen lahm.

Washington. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage wird die US-Hauptstadt von einem schweren Wintersturm heimgesucht: Nachdem am Wochenende in einigen Gegenden bis zu ein Meter Schnee gefallen war, überzog nun eine weitere bis zu 40 Zentimeter dicke Schicht den Großraum Washington. In Baltimore wurden sogar bis zu 75 Zentimeter Neuschnee gemessen. Washingtons Bürgermeister Adrian Fenty rief den Notstand aus.

Der öffentliche Nahverkehr hat seinen Betrieb bis auf Weiteres eingestellt. Ministerien und Behörden blieben gestern geschlossen, Schulen und Universitäten gaben "schneefrei". Selbst Einkaufszentren und Supermärkte öffneten gar nicht oder für einige Stunden. Etwa 3000 Haushalte sind noch immer ohne Strom.

Das Schneechaos hat auch die Reisepläne von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) durcheinandergewirbelt. Rüttgers ist seit Montag in den USA, um Gespräche zum Thema Klima und Energie zu führen. Bereits Dienstag musste er eine Rede vor Studenten der Georgetown University absagen. Ob die gestrigen Termine, ein Besuch einer Highschool und ein Treffen mit US-Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius, eingehalten werden konnten, war bis gestern Abend unklar.

Auch der Weiterflug nach Kalifornien, wo Rüttgers Gouverneur Arnold Schwarzenegger treffen wollte, steht und fällt mit dem Wetter. Auf den Flughäfen im Städtedreieck Washington, New York und Philadelphia wurden die Flüge gestrichen. "Wir kommen nicht mehr weg aus Washington", sagte Rüttgers. Der eisige Schneesturm war teilweise so heftig, dass man kaum zehn Meter Sicht hatte.

 Mehr Erlebnisse unseres Korrespondenten aus Washington lesen Sie in Peter De Thiers Blog "Post aus Washington".

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