Amerikaner rüsten sich für eine Kälte wie seit 20 Jahren nicht mehr. Beim Football steht das kälteste Spiel aller Zeiten an.

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Bei Temperaturen von mehr als minus 30 Grad ist Schutzkleidung im Freien Pflicht.

Bei Temperaturen von mehr als minus 30 Grad ist Schutzkleidung im Freien Pflicht.

Dieser Bewohner New Yorks geht am Rockway Beach surfen.

Viele packen sich ganz dick ein.

Manhattan Bridge und Empire State Building im Dauerfrost.

dpa, Bild 1 von 4

Bei Temperaturen von mehr als minus 30 Grad ist Schutzkleidung im Freien Pflicht.

Washington. Wer die Ratschläge zum Wintersturm in den USA hört, muss Böses ahnen: „Bewahren Sie folgende Dinge in ihrem Auto auf“, empfiehlt eine Versicherung angesichts von Schneemassen und arktischen Temperaturen: „Handy und Ladegerät, Schaufel, Decken, Taschenlampe, Essensvorräte, Wasser, Verbandskasten, zusätzliche Kleidung“. Noch eindringlicher ist der Rat vom Moderator des TV-Senders CNN: „Wenn Sie nicht nach draußen müssen – dann gehen Sie nicht raus.“

Weite Teile der USA bereiteten sich an diesem Wochenende auf eine der schwersten Kältewellen seit vielen Jahren vor. Windböen erschweren die Lage für die Menschen in North Dakota und in anderen Staaten im Mittleren Westen zusätzlich. Gefühlte Temperaturen von minus 45 Grad – das habe es seit 20 Jahren nicht mehr gegeben, sagen Meteorologen. Hinzu kommen weitere Schneefälle.

Tiefsttemperaturen greifen die menschliche Haut an

Was solche Tiefsttemperaturen tatsächlich bedeuten für die Betroffenen? CNN-Experten behaupten, bei minus 37 Grad könne es innerhalb von zehn Minuten zu Erfrierungen kommen – falls nackte Haut dieser klirrenden Kälte ausgesetzt werde. Bei minus 45 Grad verringere sich die Zeit auf fünf Minuten.

Schnee und klirrende Kälte haben weite Teile der USA schon seit Tagen im Griff - Rekordwerte sollen nach Angaben der Meteorologen aber erst im Laufe des Sonntags hereinbrechen. Bis zu 140 Millionen Amerikaner werden betroffen sein – über ein Drittel der US-Einwohner.

Schnee wird bis in die New Yorker U-Bahnhöfe hineingeweht

In Metropolen und an Verkehrsknotenpunkten wurden Autofahrer und Reisende auf eine harte Probe gestellt. In New York trug der Wind die Schneemassen bis weit in die U-Bahnhöfe und sorgte für verschneite Bahnsteige im Untergrund. In der Millionenmetropole machte der Schneesturm selbst vor der Weltpolitik keinen Halt: Das UN-Hauptquartier am East River in Manhattan musste zwischenzeitlich seine Türen schließen.

Auch der Profi-Sport rüstete sich vor den „gefährlich kalten Temperaturen“, die der Nationale Wetterdienst vorausgesagt hatte. Football-Spieler in Wisconsin bereiteten sich für Sonntag auf eine der kältesten Partien aller Zeiten vor. Hunderte Fans schaufelten am Wochenende die Tribünen frei, um das Spiel zwischen Green Bay und San Francisco in der Profi-Liga NFL trotz des Wetters im Stadion sehen zu können. Die Betreiber kündigten an, kostenlos Kaffee, heiße Schokolade und 70 000 Handwärmer an Fans verteilen zu wollen.

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