Zwei Australier versuchen die sich ausbreitenden Flammen zu stoppen.
Zwei Australier versuchen die sich ausbreitenden Flammen zu stoppen.

Zwei Australier versuchen die sich ausbreitenden Flammen zu stoppen.

dpa

Zwei Australier versuchen die sich ausbreitenden Flammen zu stoppen.

Sydney/Perth (dpa) - Der Waldbrand im Westen Australiens wütet weiter. Nur 40 Kilometer vom Zentrum der Millionenstadt Perth entfernt zerstörten die Flammen nach Behördenangaben schon 59 Häuser und sengten weitere 29 Gebäude an.

Die Bewohner seien rechtzeitig vor der heranrückenden Feuerfront geflohen, lobte der Ministerpräsident des Bundesstaats Western Australia, Colin Barnett. Deshalb sei niemand verletzt worden oder ums Leben gekommen.

Die Behörde, die für Feuerwehr und Katastrophenschutz zuständig ist, sprach am Montag von der Hoffnung, die Brände inzwischen unter Kontrolle zu haben. Der Wind, der die Flammen bisher angefacht habe, sei abgeflaut.

Hunderte Feuerwehrleute waren im Einsatz gegen die Brandherde. Sie setzten dabei auch sechs Löschhubschrauber ein.

Die Menschen, die vor dem Feuer geflüchtet waren, wurden in einer Turnhalle untergebracht. Dort erfuhren sie, welche Häuser abgebrannt waren und welche nicht. «Ich beglückwünsche die Menschen in der Gegend, die unter sehr traurigen Umständen dem Rat der Fachleute folgten und ihre Häuser verließen», sagte Ministerpräsident Barnett. Sonst wäre die Evakuierung sehr schwierig gewesen.

Einer der Menschen, die alles verloren, war Bob Walton. Sein Haus ging in Flammen auf und mit ihm einige Andenken der Familie: die Kriegsmedaillen von Bob Waltons Vater und Großvater. «Ich habe mit einer Schaufel dort gegraben und denke, dass sie wohl leider mit allem anderen zusammengeschmolzen sind», sagte der Eigentümer dem Rundfunksender ABC, nachdem er an den Brandort zurückkehren durfte. «Es sind sonst alles Sachen, die man ersetzen kann - Sessel, Sofas und Teppiche - aber diese Medaillen waren mir sehr wichtig.»

Die Zerstörungen in der Region von Perth erinnerten die Australier an verheerende Waldbrände nördlich von Melbourne vor ziemlich genau zwei Jahren. Damals kamen 173 Menschen ums Leben. Rund 2000 Anwesen wurden zerstört und 450 000 Hektar Land abgefackelt.

In diesem Jahr ist der Waldbrand von Western Australia schon die dritte größere Naturkatastrophe, die den Kontinent trifft. In Queensland im Osten Australiens kämpfen die Menschen seit Wochen mit schweren Überschwemmungen. Dort wurden tausende Häuser überflutet. Und erst vor wenigen Tagen hatte der Zyklon «Yasi» an der Nordostküste schwere Schäden angerichtet.

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