Madrid/Lissabon. Waldbrände haben in Spanien und Portugal Tausende von Hektar Wald- und Buschland vernichtet. In der Gegend von Saragossa im Nordosten Spaniens kämpften die Löschmannschaften am Donnerstag in einem Militärgebiet gegen eine Feuersbrunst, der bereits 6000 Hektar Wald zum Opfer gefallen waren. Das Feuer war in einem Manövergelände der spanischen Streitkräfte, einem der größten Militärgebiete Westeuropas, ausgebrochen.

Die Feuerwehr konnte zunächst nicht eingreifen, weil die Löschmannschaften das Gebiet nur mit Erlaubnis des Militärs betreten durften. Die Militärführung spielte die Ausmaße des Feuers nach Medienberichten zunächst herunter und rief die Feuerwehr erst zu Hilfe, als der Brand nicht mehr zu kontrollieren war. Die Löschmannschaften konzentrierten sich darauf, ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Ortschaften zu verhindern.

In Portugal wurden Dutzende von kleineren Waldbränden registriert. Einer davon griff auf spanisches Gebiet über und vernichtete in der Provinz Salamanca 400 Hektar eines Naturparks. Ein Dorf musste evakuiert werden. In mehreren Regionen Spaniens und Portugals galt für die Feuerwehr aufgrund der Hitze höchste Alarmstufe.

In Spanien wurden am Donnerstag Höchsttemperaturen von bis zu 39 Grad erwartet. Für Freitag sagten die Meteorologen ein Abflauen der Hitze auf der Iberischen Halbinsel voraus.

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