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Ein Teil des größten Teilchenbeschleunigers LHC im Cern, der jetzt wieder heruntergefahren werden musste.

Ein Teil des größten Teilchenbeschleunigers LHC im Cern, der jetzt wieder heruntergefahren werden musste.

Ein Teil des größten Teilchenbeschleunigers LHC im Cern, der jetzt wieder heruntergefahren werden musste.

Genf. (dpa) Ein Vogel hat einen Kurzschluss beim größten Teilchenbeschleuniger der Welt ausgelöst. Wie eine Sprecherin des Europäischen Kernforschungszentrum Cern am Montag bestätigte, hatte das Tier Brotkrümel fallen gelassen, die an einer elektrischen Anlage außerhalb des Gebäudes einen Kurzschluss auslösten.

Der Vorfall hatte sich bereits am 3. November ereignet. Von dem Kurzschluss war auch das Kühlsystem betroffen. Die Temperatur stieg wieder etwas und musste wieder heruntergefahren werden. Der Vogel sei unverletzt entkommen, habe aber sein Brot verloren, teilte das Cern weiter mit. Der Neustart des Beschleunigers ist nach mehreren Verzögerungen jetzt für Mitte November vorgesehen.

Eine Panne im Kühlsystem hatte am 19. September vergangenen Jahres wenige Tage nach der Inbetriebnahme zwei Magneten des unterirdischen Beschleunigers lahmgelegt. In der Folge strömte eine große Menge zur Kühlung benötigtes Helium in den Tunnel. Die Experimente können nur einer Tiefsttemperatur von minus 273 Grad Celsius erfolgen. Sie sollen Informationen zur Entstehung des Weltalls geben.

Der im Grenzgebiet von Frankreich und der Schweiz liegende, 27 Kilometer lange Beschleunigerring des "Large Hadron Colliders" (LHC) war Anfang September 2008 nach 13 Jahren Bauzeit eröffnet worden. Der Bau hat rund drei Milliarden Euro gekostet.

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