Symbolbild.
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Marius Becker

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Ein orientierungsloser, schwerkranker Mann verschwindet spurlos in der Uniklinik Köln. Tage später wird er tot gefunden - in der Klinik. Ein tragischer Einzelfall - oder ein strukturelles Problem? (2/2) Zurück zu Seite 1. 

«Dort, wo Patienten nicht hinkommen sollen, muss es automatische Schließsysteme geben, die das verhindern», forderte Brysch. «Auch fehlen offensichtlich Notfallpläne, die ein systematisches Suchen organisieren. Nur wenn durchsuchte Räume eindeutig gekennzeichnet werden, ist eine lückenlose Kontrolle möglich.» Ein solches Konzept fehle jedoch bei den meisten der rund 2000 Krankenhäuser in Deutschland.

Dagegen sagte der Sprecher der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Joachim Odenbach, es gehe hier um einen entsetzlichen Unglücksfall. «Aber eine Uniklinik ist riesig groß, da gibt es Bereiche, wo nie jemand hingeht.» In anderen großen Einrichtungen könne das genauso passieren. Aber natürlich helfe dies den Angehörigen nicht, sagte Odenbach.

2015 hatte in einer Klinik in Gelsenkirchen ein Patient acht Tage in einem kaputten Aufzug gelegen, bis seine Leiche entdeckt wurde. Bei dem Mann handelte es sich um einen 59-Jährigen, der sich freiwillig als Patient in stationäre Behandlung der psychiatrischen Abteilung begeben hatte.

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