25 Schüler werden verletzt, als das Fahrzeug bei Schnee die Leitplanke durchbricht.

Stützbalken sollen das Wrack des im Schwarzwald verunglückten Schulbusses vor dem Umkippen bewahren. Der Abhang, den das Fahrzeug hinabgestürzt ist, ist sechs Meter tief.
Stützbalken sollen das Wrack des im Schwarzwald verunglückten Schulbusses vor dem Umkippen bewahren. Der Abhang, den das Fahrzeug hinabgestürzt ist, ist sechs Meter tief.

Stützbalken sollen das Wrack des im Schwarzwald verunglückten Schulbusses vor dem Umkippen bewahren. Der Abhang, den das Fahrzeug hinabgestürzt ist, ist sechs Meter tief.

dpa

Stützbalken sollen das Wrack des im Schwarzwald verunglückten Schulbusses vor dem Umkippen bewahren. Der Abhang, den das Fahrzeug hinabgestürzt ist, ist sechs Meter tief.

Bonndorf. "Vorsicht Schneeglätte!" warnt ein Schild Autofahrer an der Bundesstraße 315 in Bonndorf im Schwarzwald - vergebens. Ein voll besetzter Schulbus gerät Dienstagmorgen in der Rechtskurve ins Rutschen, durchbricht die Leitplanken, stürzt sechs Meter einen Abhang hinunter und bleibt an Bäumen hängen, direkt neben einem Bachbett. 25 Kinder und Jugendliche werden verletzt, vier von ihnen schwer. Sie kommen mit Knochenbrüchen und Prellungen ins Krankenhaus. Der Fahrer erleidet leichte Verletzungen.

"Wir sind erleichtert - das ist sehr glimpflich abgelaufen", sagt Polizeisprecher Paul Wißler. Niemand schwebe in Lebensgefahr. Bis zum Eintreffen der rund 50 Rettungskräfte können sich alle Schüler aus dem Bus befreien und die Böschung zur Straße hochklettern. Etwa 15 Kinder bleiben unverletzt. Per Handy verständigen sie ihre Eltern. Einige von ihnen gehen zu Fuß nach Hause.

Ob der Bus zu schnell in die Kurve fuhr, muss noch geklärt werden

Viele Schüler fahren täglich mit dem Linienbus von Bonndorf (Kreis Waldshut) nach Titisee-Neustadt zum Kreisgymnasium Hochschwarzwald. An der Unglücksstelle auf der Bundesstraße 315 zwischen Bonndorf und Lenzkirch war in der Nacht fünf Zentimeter Neuschnee gefallen.

Auch zum Unfallzeitpunkt um 6.53 Uhr schneit es. "An der Stelle im Ortsteil Hallschlag ist ein Schattenloch mit viel Schneematsch auf der Fahrbahn", sagt ein Polizist. Ob der Bus zu schnell in die Haarnadelkurve fuhr und ein Fahrfehler Unfallursache war, müsse noch geklärt werden.

Die Feuerwehr sichert den Bus mit Drahtseilen und Balken vor dem Umkippen. Am Mittag hob ein Kran den Bus aus dem Bachbett. Im Einsatz waren Bergwacht, Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei. Wegen der Bergungsarbeiten war die Bundesstraße sechs Stunden lang gesperrt. Der Sachschaden wird auf 100 000 Euro geschätzt.

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