Ab 2015 ist die getrennte Erfassung von Bioabfall bundesweit Pflicht.

Müll

Siemes, Horst (s111)

Düsseldorf. Jeder Bürger in NRW sammelt jährlich im Durchschnitt 104 Kilogramm Biomüll. Diese Zahl soll sich laut Landesumweltministerium langfristig auf 150 Kilogramm erhöhen. Helfen wird dabei ein Bundesgesetz, das ab Januar 2015 die getrennte Erfassung von Bioabfällen vorschreibt. Die Steigerung ist aber auch ein Ziel des Abfallwirtschaftsplans, dessen Entwurf am Mittwoch von Landesumweltminister Johannes Remmel (Grüne) vorgestellt wurde.

Bioabfälle seien nach Ansicht des Ministers eine wichtige Energie- und Rohstoffquelle, die intensiver genutzt werden müsste. Auf welchem Wege die Bioabfälle gesammelt und verwertet würden, sei den Kommunen überlassen. Jedoch gebe es Handlungsempfehlungen. So sei zum Beispiel die Eigenkompostierung eine sinnvolle Ergänzung zur Biotonne.

Der Bund der Steuerzahler in NRW (BdSt) hält aber die freie Wahl der Kommunen für unverzichtbar. „Es gibt viele Möglichkeiten, und nicht jede ist für jede Kommune geeignet“, so Harald Schledorn vom BdSt. Wie viel Biomüll pro Einwohner in den Regionen gesammelt werden solle, werde jetzt in einem Beteiligungsverfahren diskutiert.

Ab sofort und bis zum 18. Juni können sich nun Bürger, Unternehmen, Organisationen und Kommunen zum Ökologischen Abfallwirtschaftsplan (ÖAWP) äußern, bevor dieser erneut ins Kabinett und dann in den Landtag geht.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer