Washington. Eine Serie von schweren Tornados hat am Dienstagabend (Ortszeit) im US-Staat Oklahoma mindestens acht Menschen in den Tod gerissen und teils schwere Verwüstungen angerichtet. Die Toten wurden nach Angaben örtlicher Medien aus den Trümmern von Häusern und Wohnmobilen in der kleinen Ortschaft Lone Grove geborgen:

Dort hatte ein einzelner Wirbelsturm eine etwa 800 Meter breite Schneise der Zerstörung gerissen. Die Wucht des Sturms riss zahlreiche Häuser aus ihren Fundamenten. Etwa 50 Menschen erlitten Verletzungen. Derartige Tornados gelten für den Monat Februar als ungewöhnlich.

Die Opferzahl könnte noch steigen: Die Suche nach Vermissten in den Trümmern war in der Nacht zum Mittwoch abgebrochen worden und sollte nach Tagesanbruch fortgesetzt werden.

"Es ist einfach zu gefährlich (für die Rettungsmannschaften)", zitierte die Zeitung "The Oklahoman" Sheriff Ken Grace. Er zeigte sich besorgt wegen scharfer Metallteile und elektrischer Kabel, die aus den Trümmern ragten. "Wir brauchen nicht noch mehr Verletzte, als wir ohnehin schon haben."

Bei Anbruch der Morgendämmerung zeigte sich erstmals das gesamte Ausmaß der Verwüstung: ein riesiges Feld von zerstörten Häusern und Wohnmobilen, entwurzelte Bäume, heruntergerissene Stromleitungen, mit Trümmerteilen übersäte Straßen und Wege, umgestürzte Autos.

"Da ist nichts mehr übrig", sagte Polizist Bryant Harris. Ein anderer berichtete, dass eine ganze Familie in einem Wohnmobil-Park vermisst werde. "Ich habe Angst vor dem, was das Tageslicht bringt."

Auch Oklahoma City wurde direkt von einem Tornado getroffen. Mit Dutzenden beschädigten Gebäuden und drei Verletzten kam die Stadt aber vergleichsweise glimpflich davon. Wirbelstürme wurden auch aus angrenzenden Bundesstaaten gemeldet, darunter Arkansas und Texas.

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