Rund 400 Beamte sollen landesweit im Einsatz sein, teilte das Innenministerium mit.

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Finger weg vom Mobiltelefon: Vor allem die Ablenkung durch Smartphones sei eine immer häufigere Unfallursache.

Finger weg vom Mobiltelefon: Vor allem die Ablenkung durch Smartphones sei eine immer häufigere Unfallursache.

Monika Skolimowska

Finger weg vom Mobiltelefon: Vor allem die Ablenkung durch Smartphones sei eine immer häufigere Unfallursache.

Düsseldorf. Mit Schwerpunktkontrollen auf den Autobahnen geht die Polizei in Nordrhein-Westfalen an diesem Dienstag gegen Raser und Handynutzung am Steuer vor. Rund 400 Beamte sollen landesweit seit Mitternacht im Einsatz sein, teilte das Innenministerium mit.

Anlass für die intensiven Kontrollen sei die gestiegene Zahl tödlicher Unfälle auf Autobahnen. Mit 80 habe diese im vergangenen Jahr um rund ein Drittel höher gelegen als 2015. Vor allem die Ablenkung durch Smartphones sei eine immer häufigere Unfallursache. „Das scheint vielen noch immer nicht klar zu sein“, sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD).

Seit Montag verbreitet die NRW-Polizei ein Video in den sozialen Medien, das auf die Gefahren der Handynutzung aufmerksam machen soll. "Offenbar blenden manche die Gefahren durch Ablenkung, Geschwindigkeit und zu dichtes Auffahren einfach aus", sagte Innenminister Ralf Jäger, der am Dienstagmittag eine Kontrollstelle in Köln besuchte.

Ziel der Aktion sei es, in die Köpfe der Menschen zu kommen - "nicht in die Portemonnaies." Trotzdem wird es unter Umständen teuer: Der Fahrer einer Oberklasse-Limousine war im Ruhrgebiet 63 km/h zu schnell unterwegs. Dafür gab es 240 Euro Strafe, einen Monat Fahrverbot und zwei Punkte in Flensburg. Er sei durch ein Telefonat über die Freisprecheinrichtung derart abgelenkt gewesen, dass er die Schilder nicht gesehen habe, gab der Mann an.

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