Ermittlungen
Ein Blick auf das eingestürzte Kölner Stadtarchiv.

Ein Blick auf das eingestürzte Kölner Stadtarchiv.

dpa

Ein Blick auf das eingestürzte Kölner Stadtarchiv.

Köln. Taucher haben am Montag die letzte Phase der Bergungsarbeiten an der Einsturzstelle des Kölner Stadtarchivs gestartet. Sie sollen feststellen, wo im Grundwasser noch Trümmer liegen. In den nächsten Tagen sollen an diesen Trümmerteilen Halterungen angebracht werden, um sie dann mit Seilbaggern aus dem Wasser heben zu können.

„Manche dieser Teile sind bis zu 15 Tonnen schwer“, sagte der städtische Bauleiter Jörg Holzhäuser. Beim Einsturz des Historischen Archivs im März 2009 waren zwei Menschen ums Leben gekommen, tonnenweise Archivalien wurden verschüttet. Weil die Sicht in dem schmutzigen Wasser so schlecht ist, müssen die Bautaucher ihre Arbeit mit bloßen Händen verrichten.

„Es gibt da unten viele verschiedene Trümmerteile“, erklärte der Berufstaucher Gerrit Hochmuth. „Deren Lage und Statik ist nicht klar. Jederzeit kann sich etwas bewegen, das ist riskant.“ Unter Wasser könne man nur „mit den Fingern sehen“. Bei jedem Tauchgang bringt Hochmuth auch durchnässte und verdreckte Archivalien ans Tageslicht.

Gewerbesteuer-Akten etwa, die von Experten schnell gewaschen, in Folie verpackt und tiefgefroren werden. Nur so besteht eine realistische Chance, die Papiere restaurieren zu können. Die Bergungsarbeiten sollen nach Angaben von Bauleiter Holzhäuser noch bis mindestens Ende Januar andauern.

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