Athen (dpa) - Vor der griechischen Halbinsel Peloponnes hat die Besatzung eines vorbeifahrenden Tankers 41 Migranten, darunter auch sechs Kinder, gerettet. Die Segeljacht der Migranten war in Seenot geraten. Die Menschen hatten daraufhin am Montagnachmittag die internationale Notnummer 112 angerufen und die Behörden um Hilfe gebeten, berichtete das griechische Staatsradio am Montagabend.

Das Boot treibe herrenlos dahin, hieß es. Die Menschen wurden auf dem Tanker aufgenommen. Der Tanker wurde am Dienstag in Piräus erwartet, hieß es im Bericht des Staatsradios weiter.

Beamte der Küstenwache vermuteten, dass die Migranten von der türkischen Küste in Richtung Italien aufgebrochen waren. Nach der weitgehenden Schließung der Balkanroute versuchen Migranten auf der gefährlicheren Route über das Mittelmeer nach Italien zu gelangen. Die Küstenwache hatte Anfang Februar 70 Migranten südlich der Peloponnes gerettet.

Nach Inkrafttreten des EU-Türkei-Flüchtlingspaktes hat der Flüchtlingszustrom im Vergleich zum Vorjahr deutlich nachgelassen. Die EU kann auf Grundlage des Pakts alle Migranten, die aus der Türkei auf die Inseln der Ostägäis übersetzen, zurück ins Nachbarland schicken, wenn sie kein Asyl bekommen.

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