Chupacabras begeistern als Lokalmatadoren bei der Summerstage in Deutz. Fans kommen aus ganz Europa.

Die Chupacabras wurden beim Heimspiel von den Fans gefeiert.
Die Chupacabras wurden beim Heimspiel von den Fans gefeiert.

Die Chupacabras wurden beim Heimspiel von den Fans gefeiert.

Gefeiert wurde am Tanzbrunnen mit mehreren Generationen. Für den Nachwuchs gab es was auf die Ohren, für ältere Fans gab es coole Drinks.

Gefeiert wurde am Tanzbrunnen mit mehreren Generationen. Für den Nachwuchs gab es was auf die Ohren, für ältere Fans gab es coole Drinks.

Gefeiert wurde am Tanzbrunnen mit mehreren Generationen. Für den Nachwuchs gab es was auf die Ohren, für ältere Fans gab es coole Drinks.

Die Musiker von Elito Revé kamen aus Kuba an den Rhein.

Eppinger, Bild 1 von 5

Die Chupacabras wurden beim Heimspiel von den Fans gefeiert.

Köln. Eigentlich sind Chupacabras in der Sage kleine Monster, die nachts Ziegen töten und ihr Blut aufsaugen. In Köln steht der Name für die Erfolgsgeschichte einer Band, die seit zehn Jahren mit ihrem Chupastyle für Furore sorgt – und das längst nicht nur in der Heimat. Jüngst war man auf Tour in Spanien und dort ziemlich erfolgreich: „Das war eine sehr schöne Erfahrung. Wir sind vielen Leuten begegnet, die die gleiche Musik machen wie wir. Allerdings mussten wir uns in einem fremden Land erstmal zurecht finden“, berichtete Gitarrist Josué Avalos.

Dagegen war der Auftritt am Samstagnachmittag bei der Summerstage vom Funkhaus Europa am Tanzbrunnen ein echtes Heimspiel. „Hier kommen all die Leute zusammen, die uns schon seit Jahren begleiten“, sagte Sänger Miguel Igler. Im Moment arbeitet die Band am neuen Album, das im kommenden Jahr veröffentlicht werden soll. „Wir gehen da diesmal ganz anders dran und produzieren das Album selbst. Es soll genau das widerspiegeln, was wir machen“, erklärte Avalos.

Begeistert vom Kölner Festival sind auch die Brüsseler Kollegen von La Chiva Gantiva, die zum ersten Mal bei der Summerstage auftreten. „Echt gute Vibrations und ein tolles Publikum. Es ist toll, wie junge und alte Leute miteinander feiern. Da sind ganze Familien, die vor der Bühne stehen und bei unserer Musik voll mitgehen“, zeigte sich Sänger Leo erfreut.

Ein alter Hase beim Festival ist Kosta Kostov vom Global Player DJ Team. „Ich bin seit Anfang an bei der Summerstage und arbeite seit zehn Jahren fürs Funkhaus Europa. Der Latino-Schwerpunkt ist im Vorjahr so gut angekommen, das wir uns entschlossen haben ‘A Fuego’ fortzusetzen“, sagte der gebürtige Bulgare, der seit 18 Jahren in Köln lebt.

Gut gefällt ihm das familiäre Ambiente in Deutz: „Man kann Musik hören, sich auf der Wiese entspannen oder bei einem Trommel-Workshop etwa neues lernen – da ist für jeden was dabei“, freute sich Kostov beim Blick auf das bunt gemischte Publikum, das aus ganz Europa nach Köln gekommen ist.

Kölner Capoeira-Schule zeigt ihr Können

Unter den Gästen waren auch viele, die ihre Wurzeln in Lateinamerika haben. So auch Carmen Blanco aus Venzuela: „Die Stimmung hier ist großartig, alles stimmt vom Essen über die Leute bis zur Musik.“ Lob gab es auch von Piwar Medina aus Peru: „Das ist hier ein tolles Festival und eine wunderschöne Umgebung. Ich freue mich vor allem auf die Chupacabras, die Band meines Sohnes.“

Zu den Höhepunkten bei der Summerstage gehörten neben den Topacts Che Sudaka aus Barcelona und Elito Revé aus Kuba auch die Auftritte der Capoeira-Schule Mineira, die von Alessandre Capana aus Brasilien geleitet wird. „Ich habe seit zwei Jahren meine eigene Schule, die aus einer anderen Gruppe hervorgegangen ist. Capoeira ist mein Leben“, sagte der Lehrer, dessen Schüler vom Publikum vor der Bühne begeistert gefeiert werden.

Einer der Schüler ist der gebürtige Portugiese Mario Grelha, der über den Kontakt zu Brasilianern in Köln zum Capoeira gekommen ist. „Mir gefällt die Mischung aus Sport, Tanz und Kultur. Man braucht etwa drei Monate, bis man erste Erfolge feiern kann. Nach einem Jahr ist man schon einen Schritt weiter“, sagte der Kölner. Zur Ehrenfelder Capoeira-Schule gehören derzeit etwa 70 Aktive.

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