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Wie eine Sprecherin des Privatbahnbetreibers Abellio am Dienstag mitteilt, sind durch den Hangrutsch Sträucher und Erdreich auf das Gleisbett gelangt.

Wie eine Sprecherin des Privatbahnbetreibers Abellio am Dienstag mitteilt, sind durch den Hangrutsch Sträucher und Erdreich auf das Gleisbett gelangt.

Roland Keusch

Wie eine Sprecherin des Privatbahnbetreibers Abellio am Dienstag mitteilt, sind durch den Hangrutsch Sträucher und Erdreich auf das Gleisbett gelangt.

Solingen/Remscheid. Nach einem Hangrutsch bleibt die Bahnstrecke zwischen dem Remscheider Hauptbahnhof und Solingen-Mitte bis auf weiteres gesperrt. Seit Dienstagmittag laufen die Aufräumarbeiten. Buschwerk und Steinbrocken versperren die eine Seite der Gleise auf einer Länge von zehn Metern komplett. Die S-Bahnstrecke bleibt bis auf weiteres gesperrt. Ein Bahn-Sprecher in Düsseldorf gab am Dienstag eine erste vorsichtige Schätzung ab: „Es wird wohl länger dauern, bis die S7 wieder fahren kann.“ Derzeit verkehrt Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen.

An der Bruchstelle unweit der Müngstener Brücke im Remscheider Ortsteil Reinshagen waren hunderte Tonnen Geröll eine steile Böschung hinab auf die Schienen gerutscht. Ein Lokführer der S7 hatte Montagnachmittag gegen 17.34 Uhr geistesgegenwärtig eine Vollbremsung machen können, ein größeres Unglück verhindert und Alarm ausgelöst.

Auf der Strecke fahren Abellio-Züge, für die Sicherheit ist die Deutsche Bahn zuständig. Die DB setzt Zweiwege-Bagger ein, die sowohl auf Schienen wie im Straßenverkehr mobil sind. Erst am 14. Dezember vergangenen Jahres war die Strecke zwischen Remscheid und Solingen wiedereröffnet worden. Mehrmals hatte sich das Ende der millionenschweren Sanierung der Müngstener Brücke verschoben. Am Ende hatten Bahnkunden über 20 Monate lang auf den Bus umsteigen müssen. Nun droht Pendlern wieder ein zeitaufwendiger Umweg von 20 Minuten.

In einer ersten Einschätzung vergleicht die Deutsche Bahn das Unglück in Remscheid mit einem Hangrutsch in Hagen-Heubing. Dort ruht der Bahnverkehr der S8 (Richtung Oberbarmen) seit dem 23. Dezember. Immer wieder rutschen in Hagen Brocken auf die Gleise. „Wie bröckelnder Blätterteig muss man sich das vorstellen. Dort werden wir solange Erdreich abgetragen, bis fester Untergrund weitere Gefährdungen ausschließt“, erklärt der DB-Sprecher. Auch Stahlnetze zur Sicherung des Hangs sind im Gespräch. In Hagen wird der Bahnbetrieb nicht vor dem 13. Januar aufgenommen. Eine erste zeitliche Prognose für Remscheid will die DB nach Rücksprache mit Technikern und Sachverständigen vor Ort am Mittwoch geben.

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