Bund der Steuerzahler hat Steuersätze in den kreisfreien Städten untersucht.

Düsseldorf. Die Anzahl der Hunde in einer Stadt begrenzen. Dieses Ziel steckt hinter der Hundesteuer, die in jeder Kommune in NRW erhoben wird.

Doch wie intensiv dieses Ziel verfolgt wird, ob die Stadt vor allem die Zahl der Kampfhunde reduzieren oder doch eher Geld in die leeren Kassen spülen will – das ist in den 23 kreisfreien Städten des Landes höchst unterschiedlich.

Für Halter eines Hundes ist Hamm ein Steuerparadies. Dort zahlt der Besitzer nur 90 Euro für sein Tier und damit den niedrigsten Steuersatz. Das ergibt ein Vergleich des Bundes der Steuerzahler NRW (BdSt NRW).

Am meisten müssen Hundehalter in Mülheim mit 160 Euro pro Jahr zahlen. Dicht dahinter liegen Essen, Köln und Oberhausen, die jeweils 156 Euro erheben, und Bonn mit 150 Euro. In Hamm, Düsseldorf und Münster werden nur 90 beziehungsweise 96 Euro fällig.

Wer dagegen einen Kampfhund besitzt, muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das sind in Essen (852 Euro), Mülheim (850 Euro) und Bonn (780 Euro). Für Halter, die gleich zwei, drei oder mehr Kampfhunde besitzen, werden diese in Aachen und Mönchengladbach regelrecht zum Luxusgut: 1152 Euro pro Hund müssen die Besitzer dort bei drei Kampfhunden bezahlen.

In neun Städte werden mit der Hundesteuer außerdem tierschutzfreundliche Ziele verfolgt: Dort müssen Hundehalter, die einen Vierbeiner aus dem Tierheim haben, im ersten, in Aachen und in Mülheim sogar in den ersten beiden Jahren, gar keine Hundesteuer zahlen.

„Die übrigen NRW-Städte sollten überlegen, ob sie diese Regelung nicht ebenfalls umsetzen wollen“, sagt BdST-Experte Hans-Ulrich Liebern. So könnten auch Kosten in den Tierheimen gespart werden.

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