Der Mitarbeiter des an den Rollstuhl gefesselten Physikers Stephen Hawking (69) muss ein Multitalent sein.

Stephen Hawking, der populärste lebende Wissenschaftler.
Stephen Hawking, der populärste lebende Wissenschaftler.

Stephen Hawking, der populärste lebende Wissenschaftler.

dpa

Stephen Hawking, der populärste lebende Wissenschaftler.

London. Sind Sie ein Computergenie, Organisationstalent, begnadeter öffentlicher Redner, technisch extrem begabt und können gleichzeitig noch eine Vorlesung zur höheren Astrophysik vorbereiten? Dann erfüllen Sie die Voraussetzungen für den bald freiwerdenden Job als Technischer Assistent des Wissenschaftlers Stephen Hawking.

Der schwer kranke britische Kosmologe und Autor („Eine kurze Geschichte der Zeit“), der nur mit Hilfe eines Sprachcomputers kommunizieren kann und an den Rollstuhl gefesselt ist, sucht einen neuen Assistenten.

Der weltbekannte Wissenschaftler, der am 8. Januar 70 Jahre alt wird, leidet unter schwerer Muskelschwäche. Mitte der 1980er Jahre verlor er seine Stimme. Eine Maschine, die an seinem Rollstuhl angebracht ist, liest Bewegungen in seinem Gesicht ab und hilft ihm dabei, Worte zu übermitteln.

Techniker, Pressesprecher und Organisator in einer Person

Die Jobbeschreibung ist vielfältig. Dazu gehören: Reisen für Hawking und sein Pflegepersonal organisieren und mindestens drei Monate im Jahr auf Tour sein, den Sprachcomputer und andere Hilfsmittel des Professors warten, Pressesprecher sein und Fragen der Öffentlichkeit beantworten, Reden und Vorlesungen vorbereiten. Voraussetzungen unter anderem: Maschinen bedienen und anderen diese erklären können, umfassendes Computer- und Technikwissen.

Das Gehalt ist angesichts der vorausgesetzten Anforderungen freilich nicht berauschend. Es soll bei jährlich umgerechnet 29 800 Euro liegen. Aber kommt es wirklich darauf an? Müsste der Bewerber nicht sogar Geld mitbringen? Immerhin darf der Assistent Hawking bei dessen Lebensprojekt über die Schulter gucken, das der Brite einmal ohne falsche Bescheidenheit so formuliert hat: „Ich möchte herausfinden, woher das Universum kommt. Wie und warum es begonnen hat und wie es enden wird.“ dpa/PK

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