Loveparade Mahnmal
Der Künstler Jürgen Meister bei der Vorstellung der umstrittenen Loveparade Gedenkstele in Duisburg im Dezmber 2010.

Der Künstler Jürgen Meister bei der Vorstellung der umstrittenen Loveparade Gedenkstele in Duisburg im Dezmber 2010.

dpa

Der Künstler Jürgen Meister bei der Vorstellung der umstrittenen Loveparade Gedenkstele in Duisburg im Dezmber 2010.

Duisburg (dpa). Neuer Anlauf für ein Loveparade-Mahnmal in Duisburg: Die Jury will am 25. Januar erneut über ein geeignetes Kunstwerk beraten, wie Hermann Kewitz von der «Initiative Spendentrauermarsch» am Montag auf dpa-Anfrage berichtete. Das Mahnmal soll an das Unglück vom 24. Juli 2010 erinnern, bei dem 21 junge Menschen im Gedränge den Tod fanden.

Bereits im Dezember hatte das achtköpfige Gremium einen Entwurf bestimmt. Wenig später stellte sich jedoch heraus, dass der Künstler die grafische Vorlage seines Werks für etwa 75 Cent aus dem Internet heruntergeladen hatte. Daraufhin beendete die Initiative die Zusammenarbeit. Die damals unterlegenen 38 Entwürfe Duisburger Künstler stehen nun erneut zur Auswahl.

Kewitz geht davon aus, dass «zügig» eine Entscheidung getroffen wird. In der Jury sind die Initiative sowie zwei Angehörigengruppen vertreten. Vorsitzender ist der Duisburger Altoberbürgermeister Josef Krings. Für die Verwirklichung des «Gedenkzeichens» stehen laut Kewitz 26 300 Euro zur Verfügung. Das Kunstwerk soll vor dem 1. Jahrestag aufgestellt sein. Es soll in der Nähe des Unglückstunnels platziert werden. An einer Rampe vom Tunnel zum Veranstaltungsgelände der Technoparade war es zu der Katastrophe gekommen.

Bereits jetzt erinnert am eigentlichen Unglücksort eine schlichte Bronzetafel an das Geschehen. Auf einer Grünfläche an einem Tunneleingang steht überdies ein containergroßer Kubus mit Glasfront. In ihm wird ein Großteil der in den Wochen nach dem Unglück im Tunnel niedergelegten Trauergaben wie Fotos, Plüschtiere oder Engelfiguren aufbewahrt. Der Kubus soll nur ein Provisorium sein.

In einem zweiten Schritt soll in den nächsten Monaten das Loveparade-Mahnmal entstehen. In einem dritten Schritt soll in Duisburg eine regelrechte Gedenkstätte errichtet werden. Wann und wo, ist noch offen.

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