Kerzen, Blumen und Gedenksteine erinnern am Ort des Loveparade-Unglücks an die Toten. Foto: Bernd Thissen
Kerzen, Blumen und Gedenksteine erinnern am Ort des Loveparade-Unglücks an die Toten. Foto: Bernd Thissen

Kerzen, Blumen und Gedenksteine erinnern am Ort des Loveparade-Unglücks an die Toten. Foto: Bernd Thissen

dpa

Kerzen, Blumen und Gedenksteine erinnern am Ort des Loveparade-Unglücks an die Toten. Foto: Bernd Thissen

Duisburg/Düsseldorf (dpa).  Im Loveparade-Verfahren ist frühestens im Sommer mit weiteren Entscheidungen zu rechnen. Über die Zulassung der Anklage und die Eröffnung des Hauptverfahrens könne nicht vor Ablauf von drei Monaten entschieden werden, sagte ein Gerichtssprecher am Montag in Duisburg. Hintergrund sei die nun erfolgte Zustellung der Anklageschrift an die Beschuldigten und ihre Verteidiger. Nun müsse den Betroffenen eine entsprechende Frist eingeräumt werden, um sich zu den Vorwürfen zu äußern.

Angesichts eines Aktenumfangs von rund 37 000 Seiten sei derzeit allerdings noch keine Prognose zum weiteren zeitlichen Verlauf des Mammut-Verfahrens möglich. Die Staatsanwaltschaft hatte Anfang des Jahres Anklage gegen zehn Beschuldigte wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung erhoben.

Hinzu kämen bislang 41 Anträge von Nebenklägern. In weiteren 48 Anträgen von sogenannten Adhäsionsklägern gehe es um die mögliche Zahlung von Schadensersatz oder auch um Schmerzensgeld, so der Sprecher. Sollte es zum Strafprozess gegen die mutmaßlichen Verantwortlichen für die Loveparade-Katastrophe kommen, will das Duisburger Landgericht auf dem Gelände der Messe Düsseldorf verhandeln.

Bei der Tragödie am 24. Juli 2010 waren bei einer Massenpanik 21 Menschen ums Leben gekommen, Hunderte wurden verletzt. Die Ermittler werfen den Organisatoren und Behörden schwere Fehler bei Planung, Genehmigung und Überwachung von Sicherheitsauflagen des Techno-Festivals vor.

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