An die Tunnelwand gemalte Figuren zur Erinnerung an die Toten bei der Loveparade. Archivfoto: Martin Gerten
An die Tunnelwand gemalte Figuren zur Erinnerung an die Toten bei der Loveparade. Archivfoto: Martin Gerten

An die Tunnelwand gemalte Figuren zur Erinnerung an die Toten bei der Loveparade. Archivfoto: Martin Gerten

dpa

An die Tunnelwand gemalte Figuren zur Erinnerung an die Toten bei der Loveparade. Archivfoto: Martin Gerten

Duisburg (dpa). Trotz der Anklage-Erhebung dreieinhalb Jahre nach der Loveparade-Katastrophe spricht Anwalt Julius Reiter von einer schlechteren Chance auf Aufklärung.

Der Jurist, der Betroffene und Hinterbliebene vertritt, zeigte sich am Mittwoch enttäuscht, dass der Kreis der Beschuldigten von einst 16 auf jetzt zehn gesunken sei. So seien weder der damalige Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller noch der Duisburger Bauordnungsdezernent oder Vertreter der Polizei dabei, kritisierte er im Radiosender WDR 5.

Die Staatsanwaltschaft Duisburg will an heutigen  Mittwochvormittag über Einzelheiten ihrer Anklage-Erhebung informieren. Bisher hat sie noch nicht bestätigt, wer zum Kreis der Angeklagten zählt. Wenn kein Vertreter der Polizei auf der Anklagebank sitze, werde man sich mit deren Rolle der Polizei «nicht groß beschäftigen müssen», sagte Reiter. Das besorge die Opfer. «Die Opfer kriegen natürlich den Eindruck, dass man die Großen laufen lässt und die Kleinen hängt.»

Bei der Loveparade vor mehr als dreieinhalb Jahren war eine Massenpanik ausgebrochen, bei der 19 junge Menschen erdrückt oder zu Tode getrampelt wurden. Zwei weitere starben später im Krankenhaus. Mehr als 500 wurden verletzt.

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