Viel Lob für die Rede von Hannelore Kraft.

"Die Übernahme von Verantwortung ist keine politisch-strategische Abwägung, sondern eine Charakterfrage. Hier werden Menschen gebraucht, die ihr Fehlverhalten offen bekennen." - Josef Krings, ehemaliger Duisburger Oberbürgermeister
"Die Übernahme von Verantwortung ist keine politisch-strategische Abwägung, sondern eine Charakterfrage. Hier werden Menschen gebraucht, die ihr Fehlverhalten offen bekennen." - Josef Krings, ehemaliger Duisburger Oberbürgermeister

"Die Übernahme von Verantwortung ist keine politisch-strategische Abwägung, sondern eine Charakterfrage. Hier werden Menschen gebraucht, die ihr Fehlverhalten offen bekennen." - Josef Krings, ehemaliger Duisburger Oberbürgermeister

"Zwar hat jeder als unschuldig zu gelten, dessen Schuld nicht erwiesen ist. Doch unabhängig von konkreter persönlicher Schuld gibt es auch eine politische Verantwortung." - Christian Wulff, deutscher Bundespräsident

NRW-Ministerpräsidentin Kraft bei ihrer Trauerrede in der Salvatorkirche.

"Die Loveparade wurde zum Totentanz, liebe Gemeinde (...). Schreckensbilder besetzen unser Denken und Fühlen: junge Menschen, die verzweifelt um ihr Leben kämpfen ." - Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche.

"Für mich ist wichtig aufzuklären, wer welche Verantwortung trägt. Und welche Verantwortung wir dabei haben. Und diese Verantwortung werden wir dann tragen. Auch ich persönlich." - Rainer Schaller, Veranstalter der Loveparade

"Es bleibt schwer, mit dem zu leben, was geschehen ist. Und doch bleibt etwas und geht weiter, was auch der Name der Loveparade zum Ausdruck bringt: Love heißt Liebe." - Franz-Josef Overbeck , katholischer Bischof von Essen.

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"Die Übernahme von Verantwortung ist keine politisch-strategische Abwägung, sondern eine Charakterfrage. Hier werden Menschen gebraucht, die ihr Fehlverhalten offen bekennen." - Josef Krings, ehemaliger Duisburger Oberbürgermeister

Duisburg. Tausende Internetnutzer haben die Gedenkfeier am Samstag in sozialen Netzwerken begleitet. Über den Kurznachrichtendienst Twitter erntete NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft viel Lob für ihre Rede. Das Schweigen von Bundespräsident Christian Wulff störte manche Kommentatoren.

"Authentische Rede von Hannelore Kraft. Bei Politikern eher selten!", lobte ein Twitter-Nutzer. "Hannelore Kraft hat bei der Trauerfeier die passenden Worte gesagt, zu denen andere unfähig waren. Danke!", schrieb ein anderer. Die SPD-Politikerin habe Worte gefunden, "die Eindruck hinterlassen". Ein Twitterer meint sogar: "Mit dieser Rede ist sie endgültig Ministerpräsidentin geworden".

Doch nicht alle waren mit ihrer Wortwahl einverstanden: "Hat man seine Zukunft nicht immer vor sich?! Phrasen helfen niemandem, Frau Kraft!" Das Versprechen, man werde "Antworten finden", kam bei den Twitter-Nutzern überwiegend gut an. Die Verantwortlichen sollten "ihre Schuld büßen", lautete eine Forderung.

Dass Bundespräsident Christian Wulff still trauern und nicht das Wort ergreifen wollte, erschloss sich nicht allen Twitter- Nutzern: "Wulff sagt nichts bei der Trauerfeier. Für mich ist das nicht nachvollziehbar". Wulff habe nichts gesagt, "weil er nichts zu sagen hat", lautete ein weiterer Eintrag.

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