Ein deutscher Trupp ist auf dem Weg nach Miyagi. Berichte über die Radioaktivität verunsichern die Ehrenamtlichen.

Ein Rettungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) wartet in Tokio auf die Abfahrt in den Norden.
Ein Rettungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) wartet in Tokio auf die Abfahrt in den Norden.

Ein Rettungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) wartet in Tokio auf die Abfahrt in den Norden.

dpa

Ein Rettungsteam des Technischen Hilfswerks (THW) wartet in Tokio auf die Abfahrt in den Norden.

Tokio. Die internationale Hilfe für Japan ist angelaufen. Deutschland, die USA und andere Staaten schicken Spezialisten oder sagten Unterstützung zu – doch die Angst vor der Radioaktivität könnte die Einsätze bremsen.

Ein Trupp des Technischen Hilfswerkes (THW) kam gestern in Tokio an. „Wir fahren jetzt mit einem Bus und zwei Trucks vom Flughafen Narita los“, sagte Teamleiter Ulf Langemeier nach der Landung. Ziel sei der Ort Tome in der Präfektur Miyagi nördlich der Stadt Sendai.

„Wir wollen die Gesundheit von niemandem aufs Spiel setzen“

Die Mannschaft bestehe aus 41 überwiegend ehrenamtlichen Helfern und drei Rettungshunden. Zur Ausrüstung gehören Wärmebildkameras und Ortungsgeräte „Die Stimmung in der Truppe ist gut, wir sind hoch motiviert“, sagte Langemeier. Ein Vertreter der japanischen Regierung reise mit. Man habe eine Ausnahmegenehmigung, die gesperrte Schnellstraße 4 Richtung Norden zu benutzen. Die Entfernung beträgt 400 Kilometer.

Es kann aber sein, dass wir abdrehen“, sagte Langemeier zu Berichten über eine stark erhöhte Radioaktivität in Miyagi. „Wir wollen die Gesundheit von niemandem aufs Spiel setzen. Aber im Moment ist die Situation so, dass wir ausrücken.“

THW-Präsident Albrecht Broemme verwies auf die Risiken. „Hier schwingt schon ein bisschen Angst mit, was wird uns der Einsatz für Gefahren bringen?“ Er habe den Helfern gesagt, dass niemand von ihnen einen Einsatz in einem radioaktiv gefährdeten Gebiet erwarte.

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