Tilman Elliger war am Entlassungstag mit dem Wettermoderator gesehen worden.

Der Wettermoderator Jörg Kachelmann zum Prozessbeginn im Landgericht Mannheim
Der Wettermoderator Jörg Kachelmann zum Prozessbeginn im Landgericht Mannheim

Der Wettermoderator Jörg Kachelmann zum Prozessbeginn im Landgericht Mannheim

dpa

Der Wettermoderator Jörg Kachelmann zum Prozessbeginn im Landgericht Mannheim

Mannheim. Im Prozess gegen Fernsehmoderator Jörg Kachelmann hat die Verteidigung am Mittwoch einen ihrer Gutachter zurückgezogen. Die Staatsanwaltschaft hatte einen Befangenheitsantrag gegen Tilman Elliger gestellt, der die Glaubwürdigkeit des mutmaßlichen Opfers begutachten sollte. Elliger hatte Aufsehen erregt, weil er bei Kachelmanns "Haftentlassungsparty" in Köln gesehen worden war.

Der Gutachter könnte später im Prozess wieder eine Rolle spielen

Der jetzige Rückzug Elligers dürfte jedoch vor allem formale Gründe haben: Offenbar genügte der Antrag, mit dem er benannt wurde, nicht den Anforderungen. Verteidiger Reinhard Birkenstock nannte keine Begründung für den Rückzug, behielt sich aber ausdrücklich vor, Elliger zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu benennen.

Das mutmaßliche Opfer wirkte am Tattag auf Polizisten glaubwürdig

Zuvor sagten am Mittwoch die Beamtinnen aus, die das mutmaßliche Opfer vernommen hatten. "Sie war fix und fertig", schilderte eine Polizistin. Auf dem Weg zur Untersuchung habe die 37-Jährige extrem fahl ausgesehen. Kachelmann ist angeklagt, seine langjährige Geliebte mit einem Messer bedroht und vergewaltigt zu haben. Er beteuert seine Unschuld.

Die Ex-Geliebte habe sehr eindrucksvoll geschildert, wie sie während der Tat unter Todesangst litt, erzählte die Zeugin. Die Beamtin sagte, sie habe keinen Grund gesehen, der Frau nicht zu glauben.

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