Der Anwalt des Meteorologen hat einen Haftprüfungs-Antrag gestellt. In der ARD präsentiert vorerst Claudia Kleinert das Wetter.

Mannheim. Ob Deutschlands bekanntester TV-Wetterexperte Jörg Kachelmann aus der U-Haft frei kommt, entscheidet heute der Haftrichter. Kachelmanns Anwalt habe einen entsprechenden Termin beantragt, bestätigte Dienstag ein Sprecher des Amtsgerichts Mannheim. Der ARD-Meteorologe will aussagen.

Kachelmann war am Wochenende verhaftet worden. Er soll seine frühere Lebensgefährtin vergewaltigt haben. Sein Anwalt Ralf Höcker, durch seine Auftritte bei "Kerner" und in "Stern TV" selbst ein TV-Profi, hat die Vorwürfe als frei erfunden zurückgewiesen.

Doch wie lange könnte die U-Haft für Kachelmann maximal dauern? Bei einem Haftprüfungstermin hört der Richter den Beschuldigten sowie dessen Verteidiger an und prüft, ob es weiter Gründe für eine U-Haft gibt. Bei Kachelmann hatte der Richter Fluchtgefahr gesehen, weil der Wetter-Experte seinen Hauptwohnsitz in der Schweiz hat. Etwa durch Abgabe seines Passes, regelmäßige Meldepflicht bei der Polizei und Zahlung einer Kaution könnte der Beschuldigte den Haftrichter überzeugen, dass keine Fluchtgefahr besteht - und die U-Haft aufgehoben wird.

Stimmt der Richter der Haftentlassung nicht zu, bleibt ihm eine Haftbeschwerde beim Landgericht, das nach Aktenlage entscheidet. Das dauert einige Tage - und fällt in der Praxis selten zugunsten der Beschuldigten aus. Nach sechs Monaten U-Haft prüft das Oberlandesgericht, ob die Ermittlungen zügig genug erfolgten - und der Beschuldigte freigelassen werden muss.

Die Wettermoderationen in der ARD wird in dieser Woche Claudia Kleinert aus dem meteomedia-Team übernehmen. Über den Moderationsplan der kommenden Woche sei noch nicht entschieden, teilte die ARD-Programmdirektion in München mit.
 

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer