Schneeweihnachtsbaum

dpa

Essen (dpa). Dicke, weiße Schneeflocken werden am 24. Dezember im ganzen Land vom Himmel fallen, so viele wie seit 24 Jahren nicht mehr. «Das ist zu hundert Prozent sicher», sagte Karl- Heinz Nottrodt vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Essen.

Eine Weiße Weihnacht käme in Nordrhein-Westfalen höchstens ein bis zwei Mal in zehn Jahren vor, erklärte der Meteorologe. «Das Bergland mal ausgenommen ist dies wirklich etwas Besonderes.» In den Jahren 2000 und 2001 rieselte es vereinzelt vom Himmel, vergleichbare Schneefälle wie zum diesjährigen Fest erwartet werden, hat NRW zuletzt 1986 erlebt.

«Eine meteorologische Definition von Weißer Weihnacht gibt es nicht», erklärte Nottrodt. Wenn eine Schneedecke liegt, empfinden das viele auch als verschneites Fest. «Diese Daten können wir aber nicht erfassen. Es ist nur rückblickend möglich, über die konkreten Schneefälle Auskunft zu geben», so der Meteorologe.

«Für das Rheinland sind Schneeflocken zum Heiligabend am unwahrscheinlichsten, dort ist es meist zu mild», sagte Nottrodt. Im Ruhrgebiet liegt die Wahrscheinlichkeit für ein verschneites Weihnachtsfest schon zehn Prozent höher. Das Sauerland kann sich jedes Jahr mit einer knapp 60-prozentigen Sicherheit auf Schneegestöber während der Feiertage einstellen. Nach dem Hauptschneefall am 24. Dezember werden die Minustemperaturen in diesem Jahr den Nullpunkt höchstens ankratzen, sagte Nottrodt.

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