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Kurz vor Weihnachten führte der Rhein, hier bei Andernach, schon einmal Hochwasser. Am Wochenende werden noch höhere Pegelstände erwartet.

Kurz vor Weihnachten führte der Rhein, hier bei Andernach, schon einmal Hochwasser. Am Wochenende werden noch höhere Pegelstände erwartet.

dpa

Kurz vor Weihnachten führte der Rhein, hier bei Andernach, schon einmal Hochwasser. Am Wochenende werden noch höhere Pegelstände erwartet.

Bonn/Köln/Düsseldorf. Die Städte am Rhein wappnen sich für ein neues Hochwasser. „Es kann glimpflich abgehen, aber es sind auch höhere Wasserstände möglich“, teilte die Stadt Bonn am Donnerstag mit. Wegen Tauwetters und Dauerregens erwarten die Experten ein schnelles Ansteigen der Pegel.

Noch am Sonntag sollen in Bonn über sechs Meter erreicht werden. Am Donnerstagmorgen hatte der Bonner Pegel bei niedrigen 3,27 Metern gelegen. Auch Köln bereitet sich vor. Lag der Pegel am Donnerstagmittag noch bei 3,40 Metern, wird für Sonntag bereits mit einem Pegelstand in Höhe des Dezemberhochwassers (7,33 Meter) gerechnet.

Schiffe müssen in Köln bereits ab 6,20 Metern mit Beschränkungen fahren. Ab einem Pegelstand von 8,30 Metern wird der Schiffsverkehr eingestellt. Genauere Vorhersagen über die weitere Entwicklung seien noch nicht möglich, hieß es in der Kölner Hochwasserschutzzentrale.

In Düsseldorf sieht man die Lage entspannter. „Wir passen auf. Wir haben die Lage im Auge“, sagte Stadtsprecher Manfred Blasczyk. Größere Maßnahmen würden aber erst ab einem Pegel von 8 Metern ergriffen. Am Donnerstagmittag lag er bei 3,09 Metern.

Auch bei der Bezirksregierung Düsseldorf sieht man keinen Grund zur Aufregung. Die Behörde erwartet den Scheitelpunkt für Duisburg am Montag. Es wird aber nicht damit gerechnet, dass dabei die Hochwassermarke I erreicht wird, ab der der Schiffsverkehr eingeschränkt wird.

Die Talsperrenleitzentrale des Essener Ruhrverbandes sieht sich ebenfalls gut auf das starke Tauwetter vorbereitet. In den acht Talsperren des Verbandes wurden 20 Prozent Stauraum frei gehalten. Allerdings können die Sperren nur rund ein Viertel des Einzugsgebietes der Ruhr beeinflussen.

Georg von Strassen von der Talsperrensteuerung rechnet damit, dass es flächendeckend zu hohen Wasserständen kommt. Ufernahe Bereiche würden überschwemmt. „Am Wochenende wird sich der Höchststand einstellen“, sagte er.

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