Tief „Scarlett“ sorgt mit Schnee und Eisregen vor allem in Norddeutschland für schwere Unfälle und viele Staus.

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Münster am Donnerstagabend: Im dichten Schneetreiben geht es nur noch im Schritttempo voran. Und das soll nur der Anfang gewesen sein.

Münster am Donnerstagabend: Im dichten Schneetreiben geht es nur noch im Schritttempo voran. Und das soll nur der Anfang gewesen sein.

dpa

Münster am Donnerstagabend: Im dichten Schneetreiben geht es nur noch im Schritttempo voran. Und das soll nur der Anfang gewesen sein.

Berlin/Düsseldorf. Schnee, Eisregen und Blitzeis haben am großen Reisetag vor Heiligabend in vielen Regionen den Verkehr lahmgelegt. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden Straßen zu Rutschbahnen, Unfälle in der Region verliefen jedoch zumeist glimpflich. Bahnreisende mussten oft Geduld aufbringen, insbesondere im Fernverkehr gab es große Verspätungen. Für Freitag sind weitere Schneefälle angesagt: Vor allem im Bergischen Land wird reichlich Neuschnee erwartet, den Mitarbeitern der Winterdienste steht ein stressiges Weihnachten bevor.

Nach dem Chaos der vergangenen Tage verlief der Flugverkehr Donnerstag hingegen relativ störungsfrei. In Düsseldorf gab es geringe Verspätungen, da zwischenzeitlich die Rollbahnen geräumt werden mussten.

Bei einer Massenkarambolage mit 51 Fahrzeugen starb ein Mann

In Nord- und Ostdeutschland bildeten sich mancherorts bis zu fünf Zentimeter dicke Eisschichten auf den Straßen. Selbst die Streufahrzeuge kamen oft nicht voran. Bei einer Massenkarambolage auf der Autobahn 9 (Berlin-München) in Sachsen-Anhalt kam ein Mann ums Leben. 51 Fahrzeuge waren in die Unfallserie verwickelt. In Schleswig-Holstein starb ein 18-Jähriger nach einem Unfall. Sein Wagen war gegen einen Baum geprallt.

Auf der wichtigsten Ost-West-Trasse, der Autobahn 2, kam der Verkehr nahezu zum Erliegen. Im Großraum Hannover stauten sich die Autos am Abend in beiden Richtungen auf 100 Kilometer Länge, in Schleswig-Holstein sorgten größere Schneeverwehungen für Behinderungen.

Wer mit dem Auto reist, sollte sich vorher genau über die Verkehrslage informieren und für mögliche lange Staus Decken und Proviant einpacken, rät der ADAC. Auch der Tank sollte gut gefüllt sein.

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