Service für Eigentümer und Mieter.

Düsseldorf. Warum selbst Schnee räumen, wenn man gemütlich im Bett liegen bleiben kann? Diesen Luxus leistet sich eine Wohnungseigentümergemeinschaft in Düsseldorf-Gerresheim. Hat es in der Nacht geschneit, kommt Dirk Schwarze mit seinem Hausmeister-Service, schippt Schnee, streut Granulat vor und hinter den neun Stadthäusern der Wohnungseigentümergemeinschaft mit entsprechend großer Fläche. „Ich habe vier Einsatzorte hintereinander, der in Gerresheim ist jeden Tag mein erster – schon vor fünf Uhr morgens“, sagt Schwarze. Das muss so früh sein, damit er die anderen Einsatzorte noch rechtzeitig erreicht.

Schwarze macht seinen Winterdienst vor allem bei Kunden, für die er sonst ohnehin den Hausmeister-Service übernimmt. Im Winter kommt dann der Räumdienst dazu. In seinem Anhänger transportiert er Schneefräse und Schneeschieber. Das Granulat ist im Container vor Ort gelagert.

Abgerechnet wird entweder pro Einsatz oder per Jahrespauschale

Und was kostet so etwas? Für die Wohnungseigentümergemeinschaft in Gerresheim berechnet er mit Anfahrt und Material inklusive Mehrwertsteuer 75 Euro pro Einsatz. Auch ein Einfamilienhaus betreut er – für 25 Euro plus Mehrwertsteuer pro Einsatz. Durchaus akzeptable Preise angesichts der Tatsache, dass er ja oft schon um vier Uhr aus den Federn muss.

Es gibt auch das andere Modell: Dass Kunden einen Winterdienst pauschal bezahlen. Wie die zehn Mietparteien eines Remscheider Hauses, die sich das jährlich 200 Euro pro Mietpartei kosten lassen. Dirk Schwarze will sich auf so eine Pauschale lieber nicht einlassen: „Vergangenen und diesen Winter musste ich so oft raus, da hätte ich bei einer pauschalen Vergütung finanziell ganz schön schlecht dagestanden.“

Die Wohnungseigentümer vermindern ihr Haftungsrisiko

Für die Wohnungseigentümer ist die Sache durchaus nicht nur bequem, sondern auch haftungsmäßig attraktiv: Würde man sich nämlich verständigen, dass „ein jeder vor seiner Tür kehrt“, dann wäre derjenige, der gewissenhaft räumt, dennoch nicht aus dem Schneider, wenn sich jemand vor der Tür des Miteigentümer-Nachbarn ein Bein bricht. Denn haften würde in einem solchen Fall die gesamte Wohungseigentümergemeinschaft – auch der, der sich vorbildlich verhalten hat.

Einen Winterdienst finden: In der Nachbarschaft fragen

Und wie findet man einen solchen Winterdienst? Zum Beispiel im Branchenbuch unter Hausmeister-Service. Oder man hält in der Nachbarschaft die Augen offen: Gibt es da Objekte, die von einem Profi freigehalten werden? Vielleicht übernimmt der ja noch einen Kunden.

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