Entlaufene Kängurus, eine Irrfahrt mit dem Bus und ein Ehering an einer Möhre: eine Reihe kurioser Geschichten sorgte 2016 für Gesprächsstoff.

Weidezaun stoppt Känguru «Skippy»
Entlaufene Kängurus haben die Polizei im Sauerland das ganze Jahr auf Trab gehalten. (Archivfoto)

Entlaufene Kängurus haben die Polizei im Sauerland das ganze Jahr auf Trab gehalten. (Archivfoto)

Wilhelm Figge

Entlaufene Kängurus haben die Polizei im Sauerland das ganze Jahr auf Trab gehalten. (Archivfoto)

Köln. Neben vielen ernsten Nachrichten gab es in Nordrhein-Westfalen 2016 auch kuriose Meldungen, die den Weg in die Medien schafften. Ein kleiner Rückblick zum Schmunzeln:

- Sie wollten von Mönchengladbach nach Berlin - doch für 40 Busreisende wurde es eine stundenlange Irrfahrt. Der Fahrer war versehentlich mit dem falschen Bus losgefahren. Als der Fehler 200 Kilometer weiter auffiel, beorderte die Flixbus-Zentrale den Doppeldecker zurück, weil er für eine andere Tour vorgesehen war. Die in Mönchengladbach gestarteten Reisenden kamen schließlich nach 14 Stunden in Berlin an, mehr als sechs Stunden verspätet.

- Ausgekräht auf der Opernbühne: Der Auftritt von Hahn «Igor» in der Düsseldorfer Oper wurde kurz vor der Premiere abgeblasen, weil das Veterinäramt einschritt - der Käfig sei zu klein. Eigentlich sollte «Igor» in dem Stück «Der goldene Hahn» eine tragende Rolle spielen, doch so musste die Oper das Federvieh durch einen künstlichen Kameraden ersetzen. Schade, denn der Gockel hatte sich bei den Proben sehr wohl gefühlt, wie eine Sprecherin bedauerte.

- Ein verlorener Ehering ist in der Eifel auf wundersame Weise wiederaufgetaucht. Ein heute 82-jähriger Mann hatte den Ring verloren, als er hinter seinem Haus Gemüse aussäte. Jede Suche blieb vergebens. «Der Acker gibt ihn schon wieder her», meinte die Familie - und sollte recht behalten: Als der Mann drei Jahre später wie immer seine Möhrchen erntete, saß der Ehering an einer der Möhren.

- Entlaufene Kängurus haben die Polizei im Sauerland das ganze Jahr auf Trab gehalten. Nur wenige Monate nach «Skippy» hüpfte plötzlich «Skippy 2» durch die Gegend und wurde immer wieder gesichtet, bis das Tier beim Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben kam. Das gleiche Schicksal ereilte wenige Monate später ein anderes Wallaby - dessen Kumpel dagegen konnte geschnappt werden, als es an einer Haltestelle stand. Auch für ein ausgebüxtes Beuteltier namens «Pedro» ging es zurück ins Gehege, nachdem Polizisten das Känguru mit Hilfe eines Fußballtor-Netzes einfangen konnten.

- Keine Narrenfreiheit für einen Düsseldorfer Discjockey am Rosenmontag: DJ Theo hatte sich mit Original-Uniformteilen als Polizist verkleidet. Als er kurz vor die Tür des Clubs trat, um frische Luft zu schnappen, sah er sich plötzlich von mehreren echten Polizisten umringt. Die Beamten verstanden keinen Spaß und zeigten ihn an - obwohl Theo weder Schirmmütze noch Uniformjacke trug. Das Amtsgericht verurteilte den 54-Jährigen wegen Missbrauchs von Titeln und Dienstabzeichen zu einer Geldstrafe von 375 Euro.

- Vor 40 Jahren hatte eine Jugendliche aus Köln eine Flaschenpost ins Meer geworfen - jetzt wurde die Botschaft an Land gespült und gefunden. Die Bochumerin Judith Klein entdeckte den durchnässten Zettel neben ein paar Scherben liegend am Strand von Ameland. Über Facebook startete Klein eine Suche nach der Absenderin Ingrid Müller. Der Eintrag wurde rund 42 000 Mal geteilt und auch von Müllers früherer Nachbarin und einer Mitarbeiterin des Kölner Stadtarchivs gelesen. Die Recherchen der beiden Frauen waren erfolgreich: Im November konnte Klein der Absenderin ihre Flaschenpost zurückgeben.

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