Wenn die Arzneimittel-Ausgaben - seit Jahren Kostentreiber im Gesundheitssystem - trotz Reformen weiter steigen, hat die Politik versagt. Sie hat nicht die Sparmöglichkeiten in Milliardenhöhe genutzt, sondern ist stattdessen den einfacheren Weg gegangen: die Mehreinnahmen weiter zu erhöhen - zu Lasten der Versicherten, aber auch der Arbeitgeber. Allerdings wird der Finanzdruck angesichts der Wirtschaftskrise sowie des demografischen Wandels und des medizinischen Fortschritts deutlich steigen.

Ein weiteres Umkreisen des Problems wird nicht mehr möglich sein. Dann kommt es entscheidend darauf an, an den richtigen Stellen zu sparen. Neue Medikamente, die teuer sind, aber Schwer- und Schwerstkranken helfen, müssen weiter finanziert werden. Kostenspielige Schein-Innovationen dagegen gehören in keinen Arzneischrank.

e-Mail: wibke.busch@wz-plus.de

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