Madrid. Für Spaniens Kinder gab es am Dreikönigstag die Weihnachtsgeschenke, für einige Glückspilze einen Geldregen: Die traditionsreiche Jesuskind-Lotterie schüttete am Donnerstag 840 Millionen Euro in dem von Schulden und Rekordarbeitslosigkeit gebeutelten Land aus.

Der Hauptgewinn von zusammen 120 Millionen Euro entfiel auf die Lose mit der Nummer 70013. Die meisten davon wurden im Madrider Arbeiterviertel Ascao verkauft, wie die staatliche Lotterieverwaltung mitteilte. „Die 13 kann also doch Glück bringen!“, freute sich eine ältere Frau, die 400 000 Euro gewann. „Wegen der krummen Endnummer wollte ich die Lose erst gar nicht“, verriet sie.

Da ein ganzes Los 200 Euro kostet, kaufen die meisten Menschen Zehntellose („décimos“) oder bilden Tippgemeinschaften („peñas“). Entsprechend kleiner fällt dann auch ihr Gewinn aus.

Die alljährlich stattfindende Jesuskind-Lotterie ist die zweitgrößte nach der spanischen Weihnachtslotterie, die am 22. Dezember 2,3 Milliarden Euro verteilt hatte. Der Name der seit 103 Jahren bestehenden „Lotería del Niño“ erinnert an die Anbetung des Jesuskinds durch die Heiligen Drei Könige am 6. Januar. Viele Spanier, die bei der Weihnachtslotterie leer ausgingen, nutzen diese Ziehung als zweite Chance.

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