Während der Vorstellung wurde Tiertrainer Dieter Dittmann (52) von Bengaltiger Laxmi angefallen. Er wurde verletzt ins Krankenhaus gebracht.

Der verletzte Dompteur wird abtransportiert.
Der verletzte Dompteur wird abtransportiert.

Der verletzte Dompteur wird abtransportiert.

Uli Preuss

Der verletzte Dompteur wird abtransportiert.

Solingen. Bei einer Aufführung des Circus Probst in Solingen kam es zu einem Zwischenfall. Am Donnerstag gegen 17.30 Uhr griff Bengaltiger Laxmi (6) den erfahrenen Dompteur Dieter Dittmann (52) während einer Vorstellung in der Manege des Circus Probst an. "Einige hundert Zuschauer" haben sich laut Zirkussprecher Laurens Thoen zu dem Zeitpunkt im Zirkuszelt aufgehalten. Dittmann wurde mit Blaulicht ins Krankenhaus gebracht, Feuerwehrmänner schirmten den Verletzten mit Decken gegen neugierige Blicke ab. "Es ist nichts Lebensbedrohliches", sagte Thoen, der selbst sichtlich betroffen war.

"Der Tiger war während der Show hinter Herrn Dittmann. Wir wissen nicht, warum das Tier plötzlich so reagierte", erklärte der Zirkussprecher, der zum Unglückszeitpunkt nicht selbst im Zirkuszelt war. Wie die Feuerwehr später mitteilte, hat die Großkatze den Tiertrainer in die Schulter gebissen. "Es gibt dabei immer ein Restrisiko." Zirkusdirektor Reinhard Probst, der laut Thoen sicherheitshalber bei jeder Vorführung selbst in der Manege steht, habe im Unglücksmoment einen Feuerlöscher gegriffen und in Richtung der Tiger "gelöscht".

Die Tigershow soll im Programm bleiben

"Das hat er getan, um die Tiere abzulenken, dann hat er sie sofort ins Gehege getrieben." Andreas Probst habe den verletzten Dompteur in seinen Wohnwagen gebracht, wo er in nur wenige Minuten später von Notärzten betreut wurde. "Wir haben dann eine Durchsage gemacht, dass Herrn Dittmann nichts Schlimmes passiert ist und dass wir das Programm fortführen", so Thoen. So etwas sei im Zirkus Probst noch nie passiert, versichert der Sprecher. Grundsätzlich wolle man auch weiterhin die Tiger-Darbietung im Programm lassen, nur in den ersten Tagen nach dem Zwischenfall erst einmal darauf verzichten. Unter den Zuschauern waren auch Annelies Tommek und Enkelin Lilly: "Wir haben in der zweiten Reihe gesessen und haben den Angriff gar nicht als so schlimm empfunden." Von klassischer Panik keine Spur. Tommek: "Ein Mann, der am Gitter stand, hat zwar ,Raus!’ gebrüllt, das galt aber den Tigern, nicht den Zuschauern."

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