Auch Zahl der Verletzten auf historischem Tiefstand.

Düsseldorf. Die Zahlen werden seit Jahren immer besser und haben nun einen neuen historischen Tiefstand erreicht: Im vergangenen Jahr starben auf den Straßen Nordrhein-Westfalens 621 Menschen - so wenige, wie seit 1953 nicht. Damals wurde mit der Unfallstatistik begonnen.

Kein Zweifel: Die Straßen zwischen Rhein und Weser sind in den vergangenen Jahren sicherer geworden. Das verdeutlicht ein Vergleich: Im Jahr 1964 starben noch mehr als 4700 Menschen bei Verkehrsunfällen. Heute sind es 87 Prozent weniger. Sicherere Autos, bessere Kontrollen, mehr Aufklärung und eine gute Ausbildung der Fahrer - das ist der Mix, aus dem sich das Ergebnis zusammensetzt.

Seit 1970 hat sich die Zahl der Verletzten nahezu halbiert

"Es ist schwierig zu sagen, was dabei den entscheidenden Ausschlag gab. Aber immerhin: NRW belegt unter den Flächenländern den besten Platz", sagte Landesinnenminister Ingo Wolf (FDP), der die Statistik vorlegte. Das belege, dass NRW auf einem guten Kurs sei. Seit 1970 hat sich die Zahl der Verletzten nahezu halbiert und mit 78 400 im vergangenen Jahr einen historischen Tiefstwert erreicht und damit die Niedrigmarke aus dem Jahr 2008 noch einmal unterboten. Nur die Gesamtzahl der Unfälle kletterte um 0,3 Prozentpunkte leicht auf 560 000.

Unter dem Strich also eine positive Bilanz, die Wolf vorstellte. Doch er kündigte weitere Aktionen vor allem gegen Raser an. Immer noch verursachen sie jeden dritten tödlichen Verkehrsunfall in Nordrhein-Westfalen. Hier gibt es schon seit geraumer Zeit Schockvideos, die in Kinos laufen und der Zielgruppe - vor allem junge Männer - die Folgen ihres unverantwortlichen Tuns drastisch vor Augen führen.

Ein härterers Durchgreifen gegen das Delikt der Fahrerflucht verlangte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in NRW, Frank Richter. Immerhin sei die Quote auf mittlerweile 20 Prozent bei allen Unfällen angestiegen. Richter warnte zugleich davor, bei der Polizei Personal abzubauen.

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