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An der Japanischen Schule in Düsseldorf trägt man derzeit Mundschutz.

An der Japanischen Schule in Düsseldorf trägt man derzeit Mundschutz.

dpa

An der Japanischen Schule in Düsseldorf trägt man derzeit Mundschutz.

Basel/Marburg/Düsseldorf (dpa/cax). Ein Schweizer Pharmakonzern wird nach eigenen Angaben schneller einen Impfstoff für die Schweinegrippe bereitstellen können als erwartet und schürt damit Hoffnungen auf ein baldiges Ende der globalen Grippewelle. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die die erste Pandemie seit 40 Jahren ausgerufen hatte, geht bisher davon aus, dass ein Impfstoff nicht vor September zur Verfügung steht. Der Konzern Novartis teilte am Freitag aber mit, die Produktion des Impfstoffes liege mehrere Wochen vor dem Zeitplan.

Das Unternehmen habe die Produktion des ersten Teils eines Influenza A(H1N1)-Impfstoffes wegen einer neuen Technologie deutlich früher als erwartet abgeschlossen, teilte Novartis in Basel mit. Auf dieser Basis werde erwartet, zügig einen Impfstoff herstellen zu können und die Produktion hochzufahren.

Derzeit lägen Nachfragen von mehr als 30 Regierungen nach diesem Impfstoff vor. Der Schweizer Pharmakonzern lässt den Impfstoff in seiner Produktionsanlage für Zellkultur-Grippe-Impfstoffe im hessischen Marburg herstellen. Dort könne die Produktion auch zügig gesteigert werden, da die Anlage das Potenzial habe, jede Woche Millionen Impfstoffdosen zu produzieren.

Wichtiger Partner bei der Herstellung des ersten Impfstoffes sei das Institut für Virologie der Philipps Universität in Marburg gewesen. Eine zweite Anlage wird in den USA gebaut.

Die WHO  hatte am Donnerstag eine Pandemie ausgerufen - die erste seit über 40 Jahren. Auch in Düsseldorf war die Zahl der Infizierten zuletzt deutlich in die Höhe geschnellt. Allein an der Japanischen Schule in der Landeshauptstadt war das Virus bis Donnerstag bei 46 Kindern nachgewiesen worden. 

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