Experten rechnen nach den Ferien mit Zunahme der Fälle. Die meisten Infektionen sind bislang mild verlaufen. Die Symptome gleichen denen einer saisonalen Grippe.

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Eine Krankenschwester mit Schutzkleidung verlässt eine Schleuse einer Infektionsstation.

Eine Krankenschwester mit Schutzkleidung verlässt eine Schleuse einer Infektionsstation.

dpa

Eine Krankenschwester mit Schutzkleidung verlässt eine Schleuse einer Infektionsstation.

Düsseldorf. Auch wenn die Schweinegrippe weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden ist, gibt es noch keine Entwarnung. Das Berliner Robert-Koch-Institut warnt: "Es muss mit weiteren Erkrankungen gerechnet werden." Bis Ende vergangener Woche waren in Deutschland 691 Fälle der Influenza A/H1N1 bestätigt worden, davon 381 in NRW.

Die meisten Infektionen sind bislang mild verlaufen. Die Symptome gleichen denen einer saisonalen Grippe. Dazu gehören Fieber, Husten und Probleme beim Atmen. Auch Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen können auftreten. Eine Ansteckungsgefahr besteht in der Regel eine Woche lang nach Ausbruch der Krankheit.

In Düsseldorf wurden mit 108 Fällen die meisten in NRW entdeckt, davon 80 im Umfeld der japanischen Schule (Kinder, Eltern, Lehrer und Busfahrer - 16 der Kinder kamen aus Meerbusch). Die 28 weiteren Fälle wurden vorwiegend bei der Einreise am Flughafen durch die Gesundheitskontrollen entdeckt. Seit einer Woche wurde jedoch kein neuer Fall mehr gemeldet.

In Remscheid ist bisher zwar kein Schweinegrippe-Fall gemeldet worden, doch im dortigen Gesundheitsamt geht man von einer hohen Dunkelziffer an Erkrankten aus. Außerdem warte man "gespannt" auf das Ende der Ferien. Mitte August, wenn die Urlauber aus aller Herren Länder, vor allem von der Südhalbkugel, wo derzeit Winter ist, zurück seien, müsse mit Erkrankungen gerechnet werden. "Wir müssen deshalb weiter wachsam sein", hieß es. Der Remscheider Krisenstab jedenfalls trifft sich auch in den Ferien einmal pro Woche.

In Krefeld gibt es zurzeit keine Verdachtsfälle. Von den sogenannten Kontaktpersonen sind zurzeit vier bekannt, die nach Absprache bestimmte Hygienevorschriften beachten sollen bzw. müssen. Zur Vorbeugung hat die Stadt Krefeld ein Info-Blatt vorbereitet, das ab sofort in den bekannten städtischen Stellen ausliegt. Auflage: 10 000 Stück

In Wuppertal gibt es bisher vier nachgewiesene Fälle, davon zwei akute. Zuletzt wurde das Virus bei einer Frau Mitte 40 nachgewiesen, die aus den USA kam. Ingesamt standen und stehen 32 Kontaktpersonen unter Quarantäne, keine hat sich nach Angaben des Gesundheitsamtes angesteckt.

Im Kreis Mettmann gibt es elf Fälle - darunter sechs Jugendliche, die am Wochenende krank aus Spanien heimgekehrt sind. In Solingen und im Kreis Viersen gibt es derzeit keinen Schweinegrippe-Fall.

Im Rhein-Kreis Neuss gab es bisher 20 bestätigte Schweinegrippe-Fälle, 115 Menschen mussten in Quarantäne (Verdachtsfälle, Infizierte, Kontaktpersonen). Zurzeit liegen keine weiteren Erkankungen vor, die Situation ist laut Kreisgesundheitsamt "relativ stabil".

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