Der ADAC hat bundesweit Taxis in zwölf Großstädten getestet. Düsseldorf schnitt vergleichsweise schlecht ab.

Taxis in der Warteschlange: Fahrgäste müssen nicht das erste Taxi in der Reihe nehmen, sondern können Fahrzeug und Fahrer nach Belieben frei wählen.
Taxis in der Warteschlange: Fahrgäste müssen nicht das erste Taxi in der Reihe nehmen, sondern können Fahrzeug und Fahrer nach Belieben frei wählen.

Taxis in der Warteschlange: Fahrgäste müssen nicht das erste Taxi in der Reihe nehmen, sondern können Fahrzeug und Fahrer nach Belieben frei wählen.

ADAC

Taxis in der Warteschlange: Fahrgäste müssen nicht das erste Taxi in der Reihe nehmen, sondern können Fahrzeug und Fahrer nach Belieben frei wählen.

Düsseldorf. Es ist der Alptraum jedes Taxifahrgastes in einer fremden Stadt: Statt direkt zur angegebenen Adresse fährt der Mietchauffeur einen weiten, kostenträchtigen Umweg. In Düsseldorf wurde dieser Alptraum für einen Testkunden beim ADAC-Taxi-Test wahr: Der Fahrer fuhr einen Umweg von 72 Prozent - obwohl sein Navigationsgerät eingeschaltet war.

Beim bundesweiten Taxi-Text fuhren die ADAC-Experten in zwölf Großstädten jeweils viermal zu unterschiedlichen Zeiten auf fünf verschiedenen Routen - insgesamt 240Einzeltests. Erschreckendes Ergebnis: Fast jede sechste Fahrt (35 Touren) bewerteten die Tester mit "mangelhaft" oder sogar "sehr mangelhaft". Beanstandet wurden dabei vor allem weite Umwege, aber auch sicherheitsrelevante Vergehen wie Rotlichtverstöße, hohe Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Telefonate des Fahrers ohne Freisprecheinrichtung.

Tester inkognito als ortsfremde Geschäftsleute unterwegs

ADAC-Sprecher Andreas Hölzel über die Durchführung der Tests: "Unsere Experten sind inkognito als Geschäftsfrau oder -mann aufgetreten und hatten einen Trolley dabei. Sie kannten sich in der jeweiligen Stadt nicht aus und wollten ihr Ziel ohne Umweg auf der günstigsten Route erreichen." Während des Tests führten die Tester ein GPS-Gerät mit, um die gefahrene Strecke aufzuzeichnen. Diese Daten wurden anschließend mit den entsprechenden Referenzrouten der Taxizentralen verglichen, um die Routentreue beurteilen zu können.

Die Checkliste der Tester beinhaltete insgesamt mehr als 50Prüfpunkte. Hölzel: "So wurde etwa notiert, ob der Fahrer freundlich und hilfsbereit war, sich an die Verkehrsregeln hielt und Restaurants oder Sehenswürdigkeiten empfehlen konnte und auch, ob das Taxi sauber und gepflegt war."

Aus den Kategorien Fahrer (Gewichtung 40 Prozent), Fahrzeug (20 Prozent) sowie Routentreue und Tarif (40 Prozent) bildeten die Tester schließlich das Gesamturteil.

Dieses Gesamturteil fiel dann mit lediglich 75 von 100 erreichbaren Prozentpunkten und der Note "ausreichend" für die NRW-Landeshauptstadt nicht sonderlich schmeichelhaft aus: Schlechter liegen im bundesweiten Vergleich nur noch Wiesbaden und Karlsruhe. Am besten schnitten mit der Gesamtnote "gut" die Taxifahrer in Potsdam, Braunschweig und Augsburg ab. Ein "sehr gut" vergaben die Tester nicht.

Gegen die schlechte Einstufung Düsseldorfs half letztlich auch nicht jener ausgesprochen freundliche und hilfsbereite Taxifahrer, der das Gepäck der Tester unaufgefordert bis direkt an die Haustüre getragen hatte.

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